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"Wellness" – jeden Tag? Oder: Wegweiser innere Stimme

Mancher Mann und jede Frau gerät bei diesem Zauberwort ins Schwärmen: Wellness. Ein ganzes Wochenende bitte schön, oder besser gleich einen ganzen Urlaub davon. Dabei bleibt es oft beim Träumen. Woher die Zeit nehmen? Wer wird die Kinder versorgen, auf den Hund aufpassen, die Blumen gießen? Wer soll das bezahlen? Und dann noch das Riesenangebot: Tempelstil-Körperarbeit, Reiki, Lymphdrainage, Rebalancing-Massage, Klang- und Synchronbehandlung, heiße Steine, warme Packungen, exotische Kräuterdüfte und ayurvedische Öle. Dazu noch ein Quäntchen Atemtherapie, Homöopathie, Wirbelsäulengymnastik, Breema Körperarbeit, Yoga und geführte Meditation ...?

Das Angebot war noch nie so groß. Deshalb ist es wichtig, sich vorab über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden. Welche Sehnsucht verbirgt sich hinter dem Wunsch nach Wellness? Erst einmal zur Übersetzung: Wellness bedeutet "Wohlbefinden"! Nicht mehr und nicht weniger verbirgt sich hinter diesem schönen Modewort. Es wird also Wohlbefinden gewünscht – und dafür soll jemand anderes sorgen.

Wogegen absolut nichts einzuwenden ist. Nur, warum nicht zusätzlich selbst etwas für das eigene Wohlergehen tun?! Wieviel Minuten täglich ist es Ihnen wert? Zehn, zwanzig, dreißig oder mehr? Dabei bedarf es keiner großen Anstrengung. Wasser trinken und vollwertige Mahlzeiten sind sehr gesund, nicht nur für den Körper, auch für den Geist. Was spricht dagegen, sich nach dem Duschbad liebevoll einzuölen. Bereits ein halbstündiger Spaziergang genügt häufig, Abstand vom Alltagsstress zu gewinnen. Das Sonnenlicht steigert die Herzleistung, senkt den Blutdruck und regt die Produktion von Vitamin D und Solitrol an, einem Hormon, das die seelische Verfassung positiv beeinflusst. Eine Ruhepause, um ein Buch zu lesen, Musik zu hören oder einfach nach innen zu lauschen, womit bereits der Beginn zu einer Meditation geschafft ist, bedeutet Leistungsdenken und Terminplanung außer Kraft zu setzen. Wellness beginnt bei der Selbstverantwortung, schließt Körper, Geist und Seele ein.

Einen Anfang machen

All diese kleinen Dinge, die wir selbst tun können, sind eine gute Basis. Trotzdem sollten wir, wenn es irgendwo hakt, zur rechten Zeit die Fachfrau / den Fachmann hinzuziehen. Leicht haben wir uns verrannt oder tiefer liegende Ursachen für Unwohlsein ausgeblendet. Der berechtigte Wunsch nach Wellness sollte nicht dazu führen, Wohlbefinden zu erzwingen. Wer ganzheitlich denkt, weiß, dass manches Unwohlsein von unbewussten psychischen Ursachen herrührt. Wellness für die Seele bedeutet auch, sich mit unangenehmen Dingen auseinanderzusetzen. Und hier gibt es ebenfalls ein Riesenangebot: Familienstellen, Arbeit mit dem inneren Kind, Gesprächstherapie, Hypno-Therapie, Essenzarbeit, Beratung, Coaching ...

In jedem Fall ist es gut, einen Anfang zu machen. Nicht selten wissen wir intuitiv, an wen wir uns wenden müssen. Unsere innere Stimme ist ein kompetenter Wegweiser. Manchmal brauchen wir ein paar Anläufe, bis wir die Therapeutin / den Therapeuten gefunden haben, die oder der uns gut auf unserem Weg unterstützt.

Ob Ayurveda, Homöopathie, Gesprächstherapie oder Schamanische Energiearbeit – die ZEITENWENDE ermöglicht einen ersten Kontakt. "Stöbern" Sie im "Angebot", verkneifen Sie sich die Ausreden, machen Sie einen Termin. Manchmal fängt es mit einer Massage an, wird dann zu einem langen Prozess der Selbsterforschung und führt vielleicht zu Wellness, zu Wohlbefinden, das unabhängig von Sonnenschein oder Arbeitsstress, die Basis, die wir selbst anlegen, auf vielen Ebenen vertieft ...

tg