Zeitenwende / Themen / Psychotherapie / Trauma-Therapie mit Kindern und Jugendlichen

Trauma-Therapie mit Kindern und Jugendlichen

In ihrer Praxis für Integrative Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie arbeitet Heilpraktikerin Psych. und Dipl. Sozialarbeiterin Ingrid Satisha Straube mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen (ab 3 Jahren), die Gewalt und sexuellen Missbrauch erfahren haben ...

In den meisten Fällen sind diese Grenzüberschreitungen durch Vertrauenspersonen verübt worden, wodurch die Kinder (meistens Mädchen) in große emotionale Verwirrung geraten sind. Ihre ganze innere Ordnung ist durcheinander geraten – sie wissen nicht mehr, was richtig und falsch oder was gut und böse ist. Sie haben das Vertrauen in die Menschen, ins Leben und letztendlich in sich selbst verloren.

Diese Kinder oder Jugendlichen zeigen die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung: Schlafstörungen, Albträume, Ängste, starke Unruhe, wiederkehrende Erinnerungsbilder (Flashbacks), Vermeidungsverhalten, Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsstörungen u.a.
Sie haben oft ihre Lebensfreude verloren und äußern Suizidgedanken. Sie leiden unter Gefühlen von Ohnmacht, Angst, Scham, Schuld, Ekel, Wut, Unsicherheit und haben ein negatives Selbstbild entwickelt.

Die Integrative Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie ist ein tiefenpsychologisch fundiertes, methodenübergreifendes Verfahren auf der Grundlage der Gestalttherapie. Neben dem Einsatz kreativer Medien fließen Elemente der Verhaltenstherapie, der Spieltherapie, Bewegungs- und Musiktherapie und der systemischen Familientherapie mit ein.

Es stehen also für den therapeutischen Prozess eine Vielfalt an Methoden zur Verfügung. Das betroffene Kind findet im Geborgenheit vermittelnden Therapieraum eine große Auswahl an Spielmaterialien und -möglichkeiten, die es ihm erlauben, seinen Gefühlen, den Bildern der schlimmen Erlebnisse und seinen Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen. Oft geschieht das auf der symbolischen Ebene, mit Hilfe von Handpuppen, Tierfiguren, Kuscheltieren u.a. in Rollenspielen, im Sandspiel und beim Malen.

Heilung kann innerhalb der therapeutischen Beziehung geschehen. Im Kontakt mit der Therapeutin erfährt das Mädchen Wertschätzung, fühlt es sich sicher, anerkannt, geliebt und ermutigt zu sein, wie es ist, sich abzugrenzen und dass es nicht schuld ist an dem, was geschehen ist.

Die traumatisierten Kinder sind in ihrer unschuldigen Vollkommenheit, die sie in Wahrheit sind, zu sehen. Die Therapeutin schaut mit liebendem Herzen auf den innersten Kern des schönen göttlichen Wesens, der unzerstörbar ist. Heilung ist in diesem "heiligen Raum" in der Verbindung mit Gott möglich.

Das Mädchen oder der Junge empfindet sich selbst wieder als liebenswert, gewinnt Selbstvertrauen und lernt, mit all den "negative"“ Gefühlen Freundschaft zu schließen.

Gemeinsam wird sich den Ressourcen zugewandt, die das Kind im Spielzimmer der Praxis entdecken und erproben kann. Musizieren, Singen, Tanzen und Lachen, Kreativität und Spontaneität deuten auf eine neu erwachte Lebensfreude hin.

Ingrid Satischa Straube, HP (Psych.), Dipl. Sozialarbeiterin