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Psychoneuroimmunologie

Die moderne Medizin und Forschung findet für alles schöne Wortschöpfungen, die – einzeln gelesen – sicherlich Sinn machen, jedoch für den Einzelnen nur schwer verständlich sind. Dabei haben wir nur ein neues, großes Wort für das Verständnis der Funktionen des Körpers durch den Einfluss der Psyche geschaffen ...

Jeder weiß es und alle, wirklich alle, praktizieren es, ohne es überhaupt wahrzunehmen und das soll sich nach dem Lesen dieses Artikels ändern.

Wenn man weiß, dass der Geist den Körper lenkt, dann ist das etwas grob – dennoch richtig – ausgedrückt, denn Gedanken haben Einfluss direkt auf das Nervensystem, das alle willkürlichen und unwillkürlichen Funktionen des Körpers steuert.

Nun sagten vor Jahrzehnten die Coué- und Murphy-Anhänger, dass mit der Kraft der Gedanken alles zu steuern ist. Auch das ist zum Teil richtig. Was wir aber dabei nicht bedenken, ist, dass wir täglich größtenteils reaktiv funktionieren, d.h. wir denken zwar, jedoch nicht bewusst.
Wenn die Kollegin oder der Chef uns "so richtig einen dummen Spruch eingeschenkt haben", dann nutzt es nicht mehr viel, dass wir im Sinne des positiven Denkens denken: "tut nicht weh – Portemonnaie ..." oder "alles wird gut". Das kann man gar nicht so oft sagen, wie die Verletzung sich in die Psyche eingegraben und verfestigt hat. Wenn sich diese Spielchen oft wiederholen, kann der Körper erkranken. Sei es durch Zeichen von Magenschmerzen, Frösteln, Müdigkeit usw. Es gibt vielfältige Reaktionen, die wir der auslösenden Ursache später gar nicht mehr zuordnen, und da fängt das Problem an.

Das unwillkürliche Nervensystem hat eine irreparable Verletzung registriert und versucht, diese zu heilen. Dazu bedient es sich seiner eigenen Möglichkeiten, die da nervöse (d.h. nervliche) Steuerungen heißen. Das sind Reaktionen der Drüsen, die Hormone aussenden, um sich "wieder abzuregen". Das ist die nicht ausgeführte geballte Faust in der Hosentasche, die das Muskelsystem für Mikrosekunden krampfen lässt. Das kann das Engerstellen von Adern sein, weil man ja an sich entweder weglaufen oder zuschlagen möchte. Es jedoch wegen seiner guten Erziehung nicht tut, und alle diese Ansätze, die nicht zu Ende gelebt werden, bringen das Immunsystem erst einmal "in Wallungen". Es passiert alles nahezu unbemerkt. Geschehen solche Aktionen zu oft, wundert man sich, warum man auf einmal im Sommer mit einer Erkältung einherkommt, obwohl niemand im Umkreis einen "angesteckt" haben kann. Wenn man Pech hat, bekommt man mehrfach im Jahr solche Infekte und wird immer "gut mit Antibiotika" bedient, weil niemand nach der wahrhaftigen Ursache schaut. Spätestens dann ist es an der Zeit, sich mit jemandem zusammenzusetzen, der sich mit den Ursachen auskennt, denn wenn nicht jetzt, dann ist das Immunsystem irgendwann derart überlastet, dass sich Schlimmeres einstellt.
Es ist bekannt, dass z.B. der Ausbruch schwerer Erkrankungen meist mit einem großen Schreck- oder Schock-Ereignis in engem Zusammenhang steht. Da sollte man sich wirklich fragen, was denn der stete Tropfen auf dem Stein war, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Hat man den gefunden, kann Heilung beginnen.

Vielleicht ist es erst einmal notwendig, ein Organ reparieren oder operieren zu lassen, weil etwas vollkommen aus dem Ruder geraten ist. Danach hilft ein tiefes Verständnis der Ursache, die Wunden zu heilen. Wenn die Seele wieder gesundet, gesundet der Körper mit.

Psycho-Neuro-Immunologie ist das Wissen und Handeln des Geistes auf Nerven und Abwehrkräfte. Es sei allen tiefe Erkenntnis zur vollkommenen Gesundung gewünscht.

Kristina König, Heilpraktikerin, Bielefeld