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Vorbereiten auf das Ende: Was passiert nach dem eigenen Tod?

Es gibt Dinge, über die möchte keiner nachdenken. Der eigene Tod ist so eine Sache. Dennoch sollte sich jeder mit dem eigenen Ende auseinandersetzen. Das Leben endet früher oder später mit dem Tod: Ein paar Vorkehrungen für das eigene Ableben zu treffen, hat daher nichts mit Pessimismus zu tun. Wer das Thema frühzeitig angeht, hat danach den Kopf frei für das Hier und Jetzt. Außerdem erspart man damit seinen Hinterbliebenen mitunter viele Sorgen ...

Den eigenen Willen schriftlich festhalten

Für den Fall der Fälle sollte man eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht erstellen. Sollte man dann aufgrund einer schweren Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr in der Lage sein, seine Wünsche zu äußern, können Angehörige und das Personal im Krankenhaus die niedergeschriebenen Wünsche befolgen. In der Patientenverfügung wird festgehalten, welche medizinischen Schritte erfolgen sollen und ob lebenserhaltende Maßnahmen erwünscht sind. Das erspart den nächsten Angehörigen diese schwierige Entscheidung. Die Vorsorgevollmacht regelt die rechtlichen Aspekte. Dazu gehört die Verwaltung des Vermögens, das Führen von Rechtsgeschäften sowie Behörden-, Renten- und Sozialhilfeangelegenheiten. Während in der Patientenverfügung festgelegt wird, was geschehen soll, wenn man sich selbst nicht mehr äußern kann, ernennt man durch die Vorsorgevollmacht also eine bestimmte Person in diversen Bereichen zu einer Art rechtlichen Stellvertreter. Uneingeschränktes Vertrauen zum Bevollmächtigen ist daher unabdingbar.

Ein weiteres wichtiges Dokument, um den eigenen Willen auszudrücken, ist das Testament. Im Todesfall gibt es zwar eine gesetzliche Erbfolge, doch damit sind noch längst nicht alle Einzelheiten geklärt. Um Konflikte und Streitereien unter den Hinterbliebenen zu vermeiden, sollte ein ordnungsgemäßes Testament erstellt werden. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn Personen erben sollen, die in der gesetzlichen Erbfolge nicht berücksichtigt sind – wie zum Beispiel unverheiratete Lebenspartner. Da es beim Aufsetzen eines Testamentes viele Fallstrickegibt, sollte man sich von einem Anwalt oder Notar beraten lassen.

Hinterbliebene absichern

Möchte jemand andere nach seinem Tod wirtschaftlich absichern, kann er dies mit einer Lebensversicherung. Darin wird in der Regel eine gewisse Summe vereinbart, die im Todesfall an den Begünstigten ausgezahlt wird. Eine Lebensversicherung ist vor allem für Eltern von minderjährigen Kindern sinnvoll oder wenn noch ein Eigenheim abbezahlt werden soll. Mit der Summe aus der Lebensversicherung gerät die Familie in all ihrer Trauer nicht zusätzlich auch noch in Existenz-Nöte. Eine Übersicht über die verschiedenen Arten der Lebensversicherung bietet diese Seite von CosmosDirekt.

Die Kosten für die Beisetzung können mit einer Sterbeversicherung beglichen werden. Das verhindert Streitfälle über die Bezahlung und unnötige finanzielle Belastungen für die Hinterbliebenen. Konkrete Wünsche für die Beerdigung können als letztwillige Verfügung oder als letzter Wunsch dem Testament beigelegt werden. Nicht zuletzt sollte man alle Dokumente, die nach dem eigenen Ableben wichtig sind, in einer Dokumentenmappe sammeln. Dazu gehören neben Vollmachten und Verfügungen auch Informationen über Zahlungsverpflichtungen, Vereinsmitgliedschaften und der digitale Nachlass.

sk