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Verzicht heißt Befreiung – Mit gutem Gewissen in ein neues Jahr und Leben

In der heutigen Zeit und besonders um den Jahreswechsel wird immer viel von Vorsätzen geredet, mit dem Ziel, das eigene Leben zu verbessern. Doch selbst bescheidene und ausgeglichene Menschen sind so vom modernen Alltag abhängig, dass sie den Weg zu mehr Freiheit und Selbstverantwortung im Sinne ihres geistigen Wohlbefindens selten wirklich zu Ende gehen ...

Dabei muss die Devise so umfassend und so radikal wie möglich lauten: Verkaufe noch heute dein Auto, verbanne alles Plastik aus deinem Alltag und verzichte auf alles, was du nicht für ein glückliches und entspanntes Leben im Einklang mit einer dir wohlgesonnenen Umwelt brauchst. Und das ist mehr als selbst so manch aufgeklärter und spiritueller Mensch denkt.

Minimalismus als neue Lebensphilosophie in Zeiten von Überfluss in der westlichen Welt ist in Wahrheit ein Luxus, der uns mehr gibt, als es materielle Dinge je könnten. Nicht nur hierzulande entsagen viele den immer neuen Versuchungen und kehren zurück zu einem Zustand, der für viele unvorstellbar ist. Wer es langfristig und in Etappen plant, kann aber bewusst und ohne das Gefühl von geringerer Lebensqualität mit weniger Dingen dauerhaft mehr aus seinen mentalen und sinnlichen Möglichkeiten machen.

Das erste Ziel sollte heißen: Keinen Müll mehr produzieren. Allein dadurch entsteht Verzicht mit einem höheren Sinn. Genauso wie der Verzicht auf Fortbewegungsmittel, um Abgase und Gefahren für sich und andere abzustellen. Über das Internet ist es heutzutage leicht, z.B. sein Auto zu verkaufen und sich somit einerseits von Gegenständen schnell zu lösen und andererseits dafür zu sorgen, dass diese weiterverwendet werden. Anschließend kümmert sich jeder um sich: Keine tierischen Produkte mehr, nur noch umweltverträgliche Nahrung. Das alles spart Ressourcen, Leid und Geld, während es nicht nur der eigenen Gesundheit gut tut.

Am Ende heißt es tauschen und so viel wie möglich Gebrauchtes erwerben, aber auch selbst Besitz verleihen. Das Internet und die sozialen Medien helfen heute so gut wie nie zuvor dabei, dieses Vorhaben mit einer größeren Menge an konsumtechnischen Aussteigern umzusetzen. Am Ende ist es dank Solarpaneelen und anderen technischen Mitteln möglich, weitestgehend auf Strom zu verzichten.

Ein besonders beeindruckendes Beispiel für so eine radikale Abkehr von materiellen Gütern ist der Film "No Impact Man" von Colin Beavan. Als "Null-Energie-Mann" mit Familie und mitten in New York hat er mit Weisheit und Wut versucht, das Richtige zu tun. Mit Idealismus und der Erkenntnis, sich dauerhaft von Lebensballast befreien zu können, hat er viele Menschen inspiriert.

lb