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Mouches volantes und Nahtoderfahrung

Die Leuchtkugel am Ende des Tunnels ... Menschen, die klinisch tot waren und wiederbelebt werden konnten, berichten oft von aussergewöhnlichen und tiefgreifenden Sinneseindrücken und Erfahrungen im Zustand der Todesnähe ...

Sie verlassen ihren Körper, fühlen sich leicht und frei, bewegen sich durch einen Tunnel auf ein Licht zu, begegnen einem Lichtwesen, das sie in Liebe aufnimmt, treffen mit bereits Verstorbenen zusammen – und müssen anschliessend eher widerwillig wieder in ihren Körper zurückkehren.

Nicht selten verändern solche Menschen im Anschluss an eine NTE ihre Ansichten, Glaubensvorstellungen und Werte in Bezug auf Umwelt, Mitmenschen, Tod und Jenseits und bemühen sich um eine liebevollere Lebensweise als vorher.

Solche Nahtoderfahrungen (NTE) werden ab der zweiten Hälfte des 20. Jh. intensiv erforscht. Während einige Forscher versuchen, die einzelnen Elemente von NTE auf physiologische Prozesse zurückzuführen, betonen andere ihre kulturellen Bedingtheiten. Die meisten Menschen mit NTE und spirituell interessierte Forscher hingegen verstehen NTE als Hinweis oder Beweis für die Weiterexistenz des menschlichen Bewusstseins (Geist, Seele) nach dem Tod des Körpers – oder als spirituell relevante Erfahrung, mit Verweis auf ähnliche Elemente in den Berichten bei Schamanen und Mystikern.

Einige visuelle Elemente von Nahtoderfahrungen weisen Ähnlichkeiten mit der alltäglichen Wahrnehmung von entoptischen Erscheinungen wie Mouches volantes (MV) auf. Beispiele dafür sind die abstrakten Formen wie Tunnel, Röhren, Kugeln. Viele dieser abstrakten Strukturen weisen sowohl in NTE wie bei MV ein inneres Licht oder Leuchten auf, das sich vom lichtlosen bzw. dunklen Raum abhebt. Schliesslich besteht bei NTE wie MV eine grosse visuelle Beweglichkeit zwischen Beobachter und Beobachtetem: Die einzelnen abstrakten Formen bewegen sich häufig relativ zueinander und zur Distanz des Beobachters – wie im berühmten Zugehen auf ein Licht am Ende des Tunnels.

Im Sinne der mystischen Erklärung von NTE spricht dies für die Interpretation der MV als feinstoffliches Bewusstseinsphänomen, das sich in unterschiedlichen Bewusstseinszuständen zeigt, auch in Todesnähe. Trifft dies zu, so bezeugen entoptische Phänomene wie MV auch im Alltag unsere Verbindung zu einem Ort des Lichts – zu einer leuchtenden Wirklichkeit, in die wir jedesmal eintauchen, wenn wir bei Meditation, Schlaf oder Tod die körperlichen Banden lockern oder durchbrechen.

Buchtipp:

Bereits den alten Griechen bekannt, von heutigen Augenärzten als harmlose Glaskörpertrübung betrachtet und für viele Betroffene ärgerlich: Mouches volantes, Punkte und Fäden, die in unserem Blickfeld schwimmen und bei hellen Lichtverhältnissen sichtbar werden.

Die Erkenntnis eines im schweizerischen Emmental lebenden Sehers stellt die heutige Ansicht radikal in Frage: Mouches volantes sind erste Teile einer durch unser Bewusstsein gebildeten Leuchtstruktur. Das Eingehen in diese erlaubt dem Seher, über den Tod hinaus bewusst zu bleiben.

Mouches volantes: Glaskörpertrübung oder Bewusstseinsstruktur? Eine mystische Geschichte über die nahe (f)liegendste Sache der Welt.

„Mouches Volantes – Die Leuchtstruktur des Bewusstseins“ von Floco Tausin, Leuchtstruktur Verlag (Bern) 2010, Paperback, 376 Seiten, Genre: Belletristik/mystische Erzählung.

Zum Autor: Floco Tausin

Der Name Floco Tausin ist ein Pseudonym. Der Autor studierte an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern und befasst sich in Theorie und Praxis mit der Erforschung subjektiver visueller Phänomene im Zusammenhang mit veränderten Bewusstseinszuständen und Bewusstseinsentwicklung. 2004 veröffentlichte er die mystische Geschichte „Mouches Volantes“ über die Lehre des im Schweizer Emmental lebenden Sehers Nestor und die spirituelle Bedeutung der Mouches volantes.

Weitere Infos zu Autor und Thema: http://www.mouches-volantes.com/

Floco Tausin

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