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Nichts ändert sich – außer: du änderst dich

Es ist so leicht gesagt – und besonders zum Jahreswechsel, aber auch bei Feststellung einer Erkrankung – "jetzt wird alles anders". Wie soll das gehen? Jahrelange Gewohnheiten sind fest in unseren Lebensalltag "eingraviert". Viele Dinge machen wir mechanisch und immer gleich ...

Das fällt erst auf, wenn man es beobachtet. Am besten stellt man seine eingefahrenen Gewohnheiten fest, wenn es nervt, dass der Andere etwas vollkommen anders macht als man selbst und man dann korrigieren oder kritisieren möchte.

Irgendein Auslöser ruft bei uns den Wunsch nach Veränderung hervor. Oft ist es ein Strohfeuer. Manchmal stellen wir fest, dass unser Wunsch nach Veränderung für unsere Lebensart nicht einfach realisierbar ist. Aber manchmal ist es einfach zwingend notwendig, etwas zu ändern und manchmal muss es schnell und konsequent passieren.
Das Rad zurückdrehen ist oftmals nicht möglich, aber zu erkennen, etwas muss anders werden, heißt noch lange nicht, dass man weiß wie. Um etwas zu ändern, muss man einen Plan haben, d.h. ohne von der Existenz der Veränderungsnotwendigkeit zu wissen, kann und wird man nichts ändern.

Gehen wir einmal davon aus, Sie haben ein Missbefinden ... Ehe man nicht die Ursache kennt, kann praktisch nichts geändert werden. Ja, Sie können Schmerzen mit Schmerzmitteln "kappen". Solange die Ursache dafür bestehen bleibt, wird der Schmerz wiederkommen. Sobald Sie wissen, woher es kommt, können Sie sofort verändernd eingreifen.

Es gibt kein Heilverfahren, das heilt – der Körper kann sich nur selbst heilen. Das heißt, ohne die Ursache zu kennen, können wir nichts ändern ... und folgerichtig ändert sich auch nichts. Hört sich erst einmal paradox an, aber wenn Sie den Satz ein paar Mal gelesen haben, verstehen Sie: Nichts ändert sich – außer: du änderst dich.
Ärgern Sie Bekannte oder Nachbarn, sind Sie es, der sich ärgert. Mag es auch am Verhalten der Anderen liegen – aber den Ärger produzieren Sie in sich. Das kann man ändern, in dem man die Sicht auf etwas ändert und nicht für andere die eigenen Maßstäbe ansetzt.

Sind Sie krank, können nur Sie etwas ändern und das heißt nicht: Ich gehe zum Arzt, Heilpraktiker, Therapeuten, Psychologen, Physiotherapeuten, Osteopathen usw. ... der wird’s schon richten, und wenn es nicht klappt, dann ist der schuld. „Mein Therapeut kriegt’s einfach nicht mit mir geregelt ...“ Falsche Ansicht! Ich habe nicht verstanden, was er wollte ... oder ich habe die Ratschläge nur halbherzig oder gar nicht berücksichtigt ...

Dies soll kein Freibrief für Therapeuten sein. Die sind da, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Sie weiterzugeben, um Ihnen Gehhilfen für Ihren Veränderungsweg an die Hand/Hände zu geben. Dazu können Hinweise auf Ernährungsumstellung, neue Bewegungsmuster, Seelenpflege, Sozialkontakte oder auch Ruhezeiten das Richtige sein. Oftmals gehören für den Start ins "Etwas ändern" evtl. auch Naturheilmittel, Therapien oder vollkommen andere Lebensmittel dazu. Ausprobieren müssen Sie es und das, was Ihnen gut tut weiterhin regelmäßig in die Tat umsetzen.

Dazu gehört manchmal auch, sich von Menschen fern zu halten, die einem nicht gut tun. Reduzieren Sie den Kontakt zu Dingen, die Sie nerven. Sie werden feststellen, es geht Ihnen nach einiger Zeit besser.

Verändere, was du ändern kannst – ertrage, was du (wirklich) nicht ändern kannst und lerne ab sofort das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

Es ändert sich nur etwas, wenn du dich änderst.

Kristina König, HP, Bielefeld