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Aufstellungen bringen verborgene Dynamiken ans Licht

Aufstellungen sollen seelische Verstrickungen und gegenseitige Abhängigkeiten in Systemen sichtbar machen. Sie werden auch Aufstellen, Systemisches Stellen, Systemische Aufstellung, Familienstellen oder Familienaufstellung genannt. Aufstellungen finden meistens in kleinen Gruppen statt, deren Teilnehmer nicht miteinander bekannt sind ...

Am Anfang steht das Problem, das ein Teilnehmer mithilfe der Aufstellung lösen möchte. Dazu wählt er eine oder mehrere Personen der Gruppe aus und stellt diese stellvertretend für einen oder mehrere Familienangehörige im Raum auf. Die "Stellvertreter" äußern spontan, was sie wahrnehmen und fühlen. Erstaunlicherweise lassen sich zum Ausdruck gebrachte Worte, Gefühle und Körperhaltung häufig dem oder den wirklichen Familienangehörigen zuordnen. Man nennt dieses – bislang nicht erklärbare – Phänomen "repräsentierende Wahrnehmung". So besteht die Möglichkeit, ungelöste und unbewusste Konflikte und Traumata im Familiensystem, die mitunter bereits über mehrere Generationen hinweg bestehen, aufzudecken und erfahrbar zu machen. Lösungen können direkt „erprobt“ und durchlebt werden – und heilsame Wirkung für den Einzelnen und das Familiengefüge entfalten.

Für Menschen, die Schwierigkeiten haben, in einer Gruppe über ihre Probleme zu sprechen, gibt es z.B. Aufstellungen mit dem Systembrett. Hierbei repräsentieren Holzfiguren das Familiensystem. Konflikte werden sichtbar und greifbar und innerhalb eines geschützten Rahmens im Gespräch mit dem Coach oder der Therapeutin neue Einsichten gewonnen.  

tg