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Loslassen ist der Schlüssel

Das grundlegende Prinzip des Lebens
ist das Pulsieren. Überall lässt sich
beobachten, wie das Leben sich zwischen
zwei gegensätzlichen Polen hin und
her bewegt, wie es schwingt und vibriert ...

Leben heißt Gegensätzlichkeit,
Wandel und Veränderung,
Leben heißt ständiges Werden und Vergehen,
Empfangen und Loslassen.

Wenn es uns Menschen möglich wäre,
uns diesem Pulsieren hinzugeben,
uns völlig frei von Angst
dem Strom des Lebens anzuvertrauen,
wären wir immer mitten drin im Leben,
wären vollkommen vital und lebendig
und durchdrungen von Freude
und Sinnhaftigkeit.

Aber da ist diese Angst,
die sich einmischt und stört,
die überzeugt ist, kontrollieren zu müssen,
weil sonst …!!!

… ja was eigentlich sonst …?

Wir werden sterben, das ist sicher,
und sterben ist nichts anderes als loslassen.
Wenn wir sterben, lassen wir vollkommen
und restlos alles los,
was wir vorher einmal bekommen haben.
Punkt.
Das ist alles, mehr ist es nicht.
Die Angst vor dem Sterben
und die Angst vor dem Tod
hindert uns daran, loszulassen
und uns dem unendlich beglückenden
Lebensprinzip hinzugeben.

Die Angst vor dem Sterben
lässt uns festhalten,
sie sorgt dafür, dass wir uns fest an
alle möglichen Dinge und
Wesen klammern, sie sorgt dafür,
dass unsere Hände verschlossen sind.

Wenn wir loslassen lernen,
indem wir dem Pulsieren unseres Lebens
aufmerksam folgen,
mit offenen Händen empfangen,
wenn etwas zu uns fließt,
und genauso offen loslassen können,
wenn sich etwas von uns lösen möchte,
erlauben wir dem Fluss des Lebens,
uns mit sich zu nehmen
und uns zu tragen.

Vandan Ulf Münkemüller, HP (Psych.), Bielefeld