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Selbstliebe

Gestern sagte mal wieder
jemand zu mir:
"Dies Ding mit der Selbstliebe
ist mir schon klar,
aber wie zum Teufel MACHE ich das?"

Ich muss immer wieder schmunzeln,
wenn ein Gespräch an diesen Punkt kommt.
Die Frage ist natürlich verständlich und völlig berechtigt,
und natürlich können wir auch vieles machen,
um uns selbst mit Liebe zu versorgen.
Aber im Grunde ist Selbstliebe
und übrigens auch die Liebe zu anderen
kein Machen und Tun,
sondern eine innere Haltung,
ein offenes Herz
und vollkommene Akzeptanz.

Diese liebevolle Haltung
wird natürlich dann auch tätig,
wenn es nötig ist.
Sie sorgt für Klarheit und Ordnung,
für frische Luft und gutes Essen.
Sie zündet Kerzen an
und füllt die Wärmflasche,
wenn abends wieder mal die Füße frieren.
Aber das Wesentliche
sind nicht all diese Dinge,
sondern die Liebe,
die durch diese Dinge fließt.

Und manchmal,
wenn alles einfach scheiße ist,
wenn nur noch Angst und Schmerzen sind,
dann ist alles Machen viel zu viel,
dann geht es nur noch darum,
einfach nur mit mir zu sein,
in Liebe mit mir selbst zu sein.  

Vandan Ulf Münkemüller, HP (Psych.), Bielefeld