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Die Quelle der Liebe

Früher dachte ich,
die Quelle der Liebe
wäre im Außen,
bei meiner Mutter, meinem Vater,
meinen Geschwistern, Freunden,
Partnern und Geliebten ...

... dann wurde ich ent-täuscht
und war frustriert und beleidigt ...

... dann hörte ich,
die Quelle der Liebe sei Gott,
und betete und bettelte
und wurde wieder ent-täuscht
und war wieder frustriert und beleidigt ...

... dann hörte ich,
die Quelle sei in mir selbst
und strengte mich gewaltig an,
mich selbst zu lieben
mir Gutes zu tun ...

... und wieder wurde ich ent-täuscht
und war frustriert und unendlich traurig ...

... und als ich so unendlich traurig war
und schwach und hilflos mich fühlte
und wirklich nicht mehr weiterwusste,
da hab ich endlich losgelassen,
hab mich fallenlassen können
mit all meiner Not,
meinem Verlorensein,
meinem Schmerz
und meiner Angst ...

... hab einfach wirklich losgelassen,
hab mich fallen-lassen
ins Unbegreifliche, Unendliche hinein,
und plötzlich war’s kein Fallen mehr ...

... es war ein Schweben draus geworden,
ein sanftes „Leicht-Getragen-Sein“,
ein Geborgen-Sein,
ein Geliebt-Sein ...

... und seitdem weiß ich:
... die Quelle der Liebe ist all-über-all,
und ich bin nur ein Kanal,
durch den die Liebe fließen kann,
wenn ich es denn erlaube ...

... wenn ich loslasse,
wenn ich mich fallenlasse,
kann ich getragen werden ...

... wenn ich mich entspanne
und alles in mir
weit und weich und durchlässig wird,
kann die Liebe durch mich fließen,
wohin auch immer
sie fließen will,
wo auch immer sie gebraucht wird
im Innen und im Außen ...

Vandan Ulf Münkemüller, HP (Psych.), Bielefeld