Zeitenwende / Themen / Kreativer Impuls / Methoden der Kunsttherapie

Methoden der Kunsttherapie

Begleitetes Malen nach Bettina Egger und Lösungsorientiertes Malen (LOM®) ... Zwischen vielen anderen kunsttherapeutischen Arbeitsweisen und der Arbeit nach Bettina Egger gibt es mindestens zwei herausragende Unterschiede ...

Die sind in ihrer Qualität und Weite kaum zu erfassen sind, ohne dieses Malen selbst erlebt zu haben – einmal die Begleitung im Prozess und zum anderen die Arbeit mit Metaphern.

Trotzdem hier ein Versuch, die Arbeit mit Worten vorzustellen. Manches ist direkt von Bettina Egger übernommen, manches auch vom Institut für Humanistische Kunsttherapie (IHK.CH) sowie vom Münsteraner Institut für Humanistische Kunsttherapie (MIHK).

Bettina Egger ist Begründerin des IHK, Pionierin in der Maltherapie, und genießt für ihre kunsttherapeutische Arbeit und ihre Veröffentlichungen großes Ansehen. Grundlage ihrer Arbeit und Forschung ist, das Malen als Prozess der Selbsterfahrung und Selbstfindung zu verstehen, statt Bildinhalte unter entwicklungspsychologischen Gesichtspunkten zu interpretieren und einzuordnen. Bemerkenswert ist die Wirksamkeit dieser Mal-Arbeit, die Menschlichkeit der Methode, und die Nähe der Bilder und des Malens zu unserer ureigenen Art, die Welt zu entdecken, zu erleben, zu verarbeiten und zu gestalten.

Mit zunehmender Erkenntnis der heilenden Aspekte von Bildern hat Bettina Egger in Zusammenarbeit mit Jörg Merz zudem mit dem Lösungsorientierten Malen (LOM®) eine Methode gefunden, die es ermöglicht, Anliegen gezielt über das Erstellen von Bildern anzugehen und zu klären. Heute arbeitet Bettina Egger weiterhin in eigener Praxis in Zürich und engagiert sich immer noch für die Ausbildungen am IHK, welches sie im Jahre 2009 an Urs Hartmann übergeben hat. Ihre Aufmerksamkeit gilt nach wie vor den heilenden Aspekten in der Arbeit mit Bildern.

Mit Jörg Merz hat sie das ILOM (Institut für Lösungsorientiertes Malen) gegründet. Gemeinsam widmen sie sich seit bald 20 Jahren der Entwicklung/Erforschung, der Anwendung, der Präzisierung und der Vermittlung des Lösungsorientierten Malens LOM®.

Mit LOM® werden diverse Anliegen bearbeitet:

• Symptome – Ängste, Panikattacken, Schmerzzustände, für die kein organisches Korrelat gefunden wurde, störende Verhaltens-muster, Verstimmungszustände, übermäßige Trauer.
• Beziehungskonflikte – mit Eltern, Kindern, Geschwistern, u.a.
• Entscheidungen – wenn der Entscheidungsprozess blockiert ist und rationale Überlegungen nicht mehr weiterhelfen.
• Perspektivenwechsel – eine Einstellung zu alten Tatsachen oder unveränderbaren Situationen finden.
• Traumata – Unfälle, Gewalt, sexueller Missbrauch u.a. Konzentration, höhere Belastbarkeit, bessere Lernfähigkeit u.a.

Das LOM® ist ein bildnerisches Verfahren, welches bereits in kurzer Zeit zu erstaunlichen Ergebnissen führt. Die Wirksamkeit der Methode ist erforscht und belegt.

Bettina Lea Bradt, Dipl. Kunsttherapeutin, Rinteln