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Kreativität bei der Diagnose

Oder: Wenn der Körper spricht – und ihn niemand versteht.
Sie quälen sich schon lange mit "kleinen Misslichkeiten", mal stärker mal schwächer, aber dann sagen Sie sich: "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" ...

Sie haben es auch schon mal bei Ihrem Behandler angesprochen, der ging vielleicht nicht darauf ein "weil es ja nicht so schlimm war" oder, weil er einfach nichts finden konnte. Trotzdem ist da immer wieder dieses Gefühl, mal mehr – mal weniger.

Sie mögen es glauben oder nicht, das ist die Sprache des Körpers. Er ist meist ein genügsamer Geselle und lässt sich von dem überlegenen Intellekt immer wieder in seine Schranken weisen und schweigt – so lange, bis es nicht mehr geht.

Trotzdem kommt niemand, vielleicht nicht einmal Sie selbst, der Ursache auf den Grund. Man hat zuviel geschwiegen und beschwichtigt, sich arrangiert und dadurch den Zugang zur Ursache verschlossen.

Ein guter Behandler hat viele Möglichkeiten, die Sprache des Körpers hörbar zu machen, Impulse zu wecken und Blockaden zu lösen.

Mit einem bisschen mehr an Erfahrung, gutem Zuhören und intuitivem Verstehen kann man schon hören, was der Körper einem sagen will, denn meist sagt einem der Betroffene es selbst, wenn man ihn nur richtig fragt und ihm zuhört.

Oft ist der erste Schritt, ein Ganzkörper-Screening, eine Messmethode, durch die man Auskünfte über den Energiefluss zwischen den Organen bekommt. Hier sind Blockaden auf dem Papierausdruck für jedermann sichtbar. Es ist dem Erfahrenen dann meist recht einfach möglich, nach weiteren Ursachen zu forschen. Ein gewisses "Miss-Marple-Talent" muss dabei schon vorhanden sein, denn auch in der Medizin hat Ursachenforschung immer auch einen kriminologischen Aspekt.

Es reicht nicht, wenn man 1 und 1 zusammenzählen kann. Nicht umsonst gehört die Medizin nicht zu den Wissenschaften – sondern zu den Künsten.

Kreativität im Denken, Fragen, Zuhören und Forschen gibt Impulse für erfolgreiche Diagnoseansätze.

Oft genügt die richtige Frage und der Betroffene hat seinen Aha-Effekt der Erkenntnis – manchmal muss es ein Handgriff oder eine besondere Therapie sein, die aus der Blockade hilft. Intuition und Wissen können dann aus der Stagnation helfen und die Heilung darf beginnen.

Kristina Konig, HP, Bielefeld