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Integrale Körpertherapie

Auf allen Ebenen "JA" zum Leben sagen! Integrale Körperarbeit verbindet einige psychotherapeutische Ansätze, indem sie die vielfältigen Beziehungswelten und Bewusstseinsebenen, in denen wir leben, umfasst ...

Die Beziehung zum Unbewussten

Das ist die Ebene, wo ein Mensch sich aufteilt in: So bin ich, so bin ich nicht. Grundlegende Aspekte können im Unbewussten eingekapselt und der bewussten Wahrnehmung nicht zugänglich sein.Das geht einher mit dem Gefühl des Mangels – "ich habe es nicht" – und der Tendenz, es draußen, bei anderen, wahrzunehmen. Das, was ausgegrenzt ist, wird immer versuchen, sich zur Kenntnis zu bringen.

Auf dieser Ebene zeigt es sich als Symptom. Im "Schatten" liegen neben dem Unerwünschten auch wahre Schätze und Talente verborgen! Ziel der tiefenpsychologischen Arbeit ist: Ich erweitere mich und nehme diese Dinge als mir zugehörig an.

Die Beziehung zum Körper

Was wir intellektuell verstehen, kann dennoch vom Körpergefühl abgeschnitten sein. Jeder verdrängte Impuls äußert sich als Anspannung im Körper. Bei traumatischen Erfahrungen wird das Bewusstsein aus dem Körper abgezogen und konzentriert sich ganz im Kopf, der versucht, es zu halten und zu kontrollieren, um den Schmerz abzupuffern. Es bleibt das Gefühl, vom Körper getrennt zu sein. Ziel der Körpertherapie ist es, Selbst- und Körpererfahrung in Einklang – und die ursprüngliche Vitalität wieder in Fluss zu bringen! Dann entsteht ein profundes und konstantes Kerngefühl des eigenen Selbst, weil es im Körper verwurzelt ist.

Die Beziehung zur Umwelt

Als Menschen sind wir eingebunden in ein größeres System – Beziehungen zu anderen, Familie, Gesellschaft, Natur. In systemischen und auf Ökologie basierenden Therapieformen ist das Ziel: Verstehen und spüren, wie ich als menschliches Wesen in größere Zusammenhänge eingebunden bin, die mich beeinflussen und auf die ich Einfluss nehme. Lernen, damit umzugehen, beinhaltet immer ein Annehmen von Begrenztheit und die Anerkenntnis dessen, dass es Verletzlichkeit gibt und Leben immer auch fragil ist.

Die Beziehung zum Transzendenten Es gibt Erfahrungen, die weit über das Persönliche hinausgehen. Als Menschen erleben wir immer wieder Momente, wo wir uns tief verbunden fühlen mit etwas, das sehr viel größer ist als wir – Weltenschau, Kontemplation, Raum, innere Stille. Auf dieser spirituellen Ebene, erfahrbar z.B. im Tantrayoga, geht es vor allem darum, Präsenz zu entwickeln, weniger identifiziert zu sein und Einssein zuzulassen – sich selbst als Energie wahrnehmen zu lernen, die sich nicht unterscheidet von dem, was "außen" ist.Ziel der Integralen Körpertherapie ist es, Menschen in allen Beziehungsebenen zu unterstützen, die einengenden Grenzen behutsam zu erweitern und den natürlichen Energiefluss in Körper, Psyche, Beziehungswelt und Spirit zu kräftigen. Dabei verbindet sie Methoden der auf der jeweiligen Ebene angesiedelten Therapeutischen Schulen.

Antje Uffmann, HP (Psych.), Bielefeld