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Studien: Kleidung kann das Wohlbefinden beeinflussen

Immer wieder neue Kleidung zu kaufen, macht auf Dauer nicht glücklich. Doch die Ergebnisse einer Studie legen nahe, dass Kleidung durchaus einen positiven Einfluss auf ihren Träger haben kann ...

Superhelden haben ihr eigenes Kostüm, mit dem sie in ihre Retter-Rolle schlüpfen, stärker und weniger verletzbar werden. Und wer wünscht sich das nicht auch manchmal: ein Outfit, das den Alltag erleichtert und unverwundbar macht? Zwar muss man als Mensch akzeptieren, dass man nicht immer stark und unverletzlich ist. Doch sich in Kleidung zu hüllen, in der man sich gut fühlt, kann dem Wohlbefinden zumindest nicht schaden.

Die beiden amerikanischen Wissenschaftler Adam Hajo und Adam D. Galinsky fanden schon 2012 in ihrer Studie „Enclothed Cognition“ heraus, dass Kleidung sogar die Leistungsfähigkeit beeinflusst. Wer sich einen Doktorkittel anzieht, fühlt sich kompetenter, und das bereitet ihn auf seine Aufgabe vor: Er ist konzentrierter und löst die Aufgabe mit weniger Fehlern als jemand, der keinen Arztkittel trägt. Das gleiche soll übrigens für Sportkleidung gelten: Funktionale Kleidung aktiviert und motiviert zur Bewegung.

Positive Körperwahrnehmung

An manchen Tagen will man einfach nur den Kopf einziehen und sich am liebsten verstecken. Viele greifen dann zu Schlabber-Shirt und Jeans. Anders sieht es an guten Tagen aus: Dann entscheiden sich einer Befragung (pdf) der an der University of Hertfordshire lehrenden Professorin Karen Pine zufolge 62 Prozent für die schicken Teile im Kleiderschrank. Doch auch an schlechten Tagen fühlt sich besser, wer ein elegantes Outfit wählt, wie Pine herausfand. Außerdem: Wer in einem Lieblingsoutfit einen gelungenen Abend verbringt, überträgt die Erinnerungen auf diese Kleidung. So kann man eines der Bestandteile in ein neues Outfit integrieren, um die positiven Assoziationen beizubehalten. Selbst Frauen mit großen Größen, die das Gefühl haben, nicht genug schicke und gut sitzende Kleidung zu besitzen, finden dank auf Übergröße spezialisierter Anbieter wie Emilia Lay eine große Auswahl an feierlicher Abendmode.

Wer mit einem negativen Körperbild zu kämpfen hat und unter Vergleichen mit dem gesellschaftlichen Körperideal leidet, kann ergänzend ausprobieren, sich mehr in der Natur aufzuhalten. Denn eine Studie kürzlich im Magazin "Body Image" veröffentlichte Studie fand heraus, dass die Natur einen positiven Einfluss auf die eigene Körperwahrnehmung ausübt. So ging es den Probanden besser, wenn sie in einer natürlichen Landschaft unterwegs waren oder Bilder von der Natur betrachteten, als wenn sie sich in Gebäuden aufhielten. Gründe dafür können sein, dass der Aufenthalt in der Natur die Stimmung hebt und man den Körper in all seiner Funktionsfähigkeit wahrnimmt, anstatt über Schönheitsideale zu grübeln.

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