Zeitenwende / Themen / Homöopathie / Prozessorientierte Homöopathie

Prozessorientierte Homöopathie

"Similia similibus curantur" – "Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt". Der Leitsatz der Homöopathie, wie ihn Samuel Hahnemann (1755-1834) geprägt hat ...

Das Ähnlichkeitsprinzip, wie es in der Homöopathie angewendet wird, unterliegt einer weiblichen Dynamik. Das Bestehende wird in seine ihm eigene Ordnung gebracht, bewahrend und erkennend, ohne zu urteilen.

Der Mensch mit seiner Identität, seinen Beziehungen, seiner familiären und beruflichen Situation, seiner Vergangenheit und seiner Zukunft steht im Mittelpunkt.

Prozessorientierte Homöopathie stellt die momentane Lebenssituation des Patienten in den Vordergrund. Um aus der Vielzahl der Mittel das passende finden zu können, ist eine 1-2-stündige homöopathische Erstanamnese erforderlich. Ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Therapeut ist hierbei von großer Wichtigkeit. Neben körperlichen Symptomen des Patienten sind geistige, emotionale und vor allem auch seelische Befindlichkeit zu erfragen. Dazu gehören z.B. Fragen nach den Ängsten, dem Schlaf, Abneigungen oder Vorlieben, den möglichen Auslösern (z.B. Wut, Schock, Verluste). Auch Träume, Redensarten oder Verhaltensweisen helfen bei der Mittelfindung.

Die homöopathische Therapie ist eine Regulationstherapie. Das Mittel setzt einen gezielten Impuls, durch den der "Innere Arzt" im Organismus aktiviert wird. Die Selbstheilungskräfte werden angeregt und die gestörten Funktionen heilen.

Eine Behandlung kann sich über Tage, Monate oder auch Jahre erstrecken, je nach Schwere, bzw. Tiefe der Störung.

Heilung ist nur durch Erkenntnis und Entwicklungsschritte in den Lebensprozessen möglich. Hierzu kann die Homöopathie einen wichtigen Beitrag leisten.

I. K., Heilpraktikerin, Bad Salzuflen