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Klassische Homöopathie für Tiere

Klassische Homöopathie ist auch bei Tieren sehr gut anzuwenden. Oft wird die Frage gestellt, wie das denn geht, da das Tier ja nicht sagen kann, was ihm fehlt ...

Umso wichtiger ist eine genaue Allgemeinuntersuchung zu Beginn der homöopathischen Behandlung. Außerdem beobachtet der Homöopath das Tier genauestens, während er dem Besitzer gezielte Fragen stellt: zur Krankheit, zum Charakter, zum Fressverhalten, zum Verhalten zu Menschen und Artgenossen, zu den Lebensumständen etc.

Bei der klassischen Homöopathie ist diese ausführliche Fragestellung zu Beginn der Behandlung sehr wichtig und dauert meist 1 Stunde oder länger. Das ganze Leben und Verhalten und auch alle bisherigen Erkrankungen fließen in die Mittelwahl mit ein. Denn anders als bei der symptombezogenen Homöopathie, geht es nicht darum, die Symptome einfach „abzustellen“. Da sprechen die klassischen Homöopathen immer von „Unterdrückung“. Die Krankheitssymptome halten das Tier oft gesund und erst, wenn diese unterdrückt werden, wird das Tier richtig krank oder die Krankheit geht tiefer in den Organismus.

Bei der klassischen Homöopathie geht es darum, das ganze Tier in seiner Einzigartigkeit und Individualität zu erfassen und eine einzige Arznei herauszufinden, die dann alles heilt. Alles heißt: Körper, Geist und Seele.

Schon Hahnemann legte sein Augenmerk auf die Gemütssymptome und verwies auf deren Wichtigkeit. Deshalb ist es immer sehr wichtig, sich die Lebensumstände der Tiere anzuschauen und den Besitzer hierzu zu befragen. Denn oft sind es Kümmernisse, die das Tier krank machen und die dann behandlungsbedürftig sind. Und somit sind nicht nur körperliche Krankheiten hervorragend homöopathisch zu behandeln, sondern auch seelische. Wie z.B. Angststörungen, traumatische Erlebnisse, Trauerfälle, Besitzerwechsel u.v.a.m.

Katja Schraer, Tierheilpraktikerin, Detmold