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Wie eine Kur beantragt wird

Die Zeit, die wir in unserem Leben mit Arbeit verbringen, ist oft erschreckend hoch. Vor allem in einigen Berufsbereichen stellen viele die Arbeit über das eigene Leben. Anstatt auszuschlafen und in Ruhe zu frühstücken, wird vom Büro oder von Zuhause aus bis spät abends gearbeitet und morgens auf dem Weg zur Arbeit ein Bagel in wenigen Minuten verdrückt ...

Aus einem Welt Artikel aus dem letzten Jahr geht hervor, dass Burnout definitiv keine Marginalkrankheit einiger weniger Berufsgruppen, sondern längst zum Massenphänomen geworden ist.

Betroffen ist nicht nur der klassische Workaholic, der außer dem Arbeitsalltag nichts kennt, was ihn fesselt. Auch bei marktüblichen 40 Wochenstunden im Büro kommt es immer öfter zu einer Stressüberladung, welche sich in Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und dauerhafter Müdigkeit äußert. Besonders wichtig ist dann, Prioritäten festzulegen und die eigene Gesundheit über dauernde Überstunden zu stellen. Zudem ist es empfehlenswert, nicht nur einen großen Urlaub im Jahr zu planen, sondern sich regelmäßige Auszeiten zu nehmen, um den Job als solchen überhaupt wieder schätzen zu können. Somit kann man den Akku häuufiger wieder aufladen.

Eine spezielle Art von Urlaub, die gezielt für Erholung gedacht ist, ist die Kur. Hierbei handelt es sich um eine Auszeit in einem Kurort (in Deutschland meist Regionen an Nord- oder Ostseeküste), an dem man medizinisch betreut und rundum verwöhnt wird: Das Wellness-Angebot umfasst in der Regel eine Sauna, ausgedehnte Massagesessions, Masken, Lehmbäder und vieles mehr.

Wer eine Kur beantragen möchte, muss sich zunächst beim Hausarzt melden. Dieser erstellt medizinische Gutachten, die bei der Krankenkasse mit Wunsch auf Kur (stationär oder ambulant, Mutter/Vater-Kind-Kur oder Kompaktkur, etc.) eingereicht werden. Diese prüft den Antrag mit Hilfe eines neutralen medizinischen Instituts und entscheidet dann, ob dem Antrag auf Kur stattgegeben wird oder nicht. Im Prozess der Genehmigung verhält sich jede Versicherung anders, eine solche Kulanz sollte auch Auswahlkriterium in der Wahl des Trägers sein. Sich online zu informieren ist deshalb unbedingt empfehlenswert. Viele Versicherer, wie z.B. Ergo o.a., bieten solche Dienstleistungen an. Unternehmensinformationen (hier ein Beispiel) sind auch auf unabhängigen Portalen erhältlich.

Die Kur kann alle vier Jahre beantragt werden und verfällt innerhalb von vier Monaten nach der Genehmigung. Das ärztliche Attest befreit in diesem Fall auch von der Arbeit, es ist also nicht mehr nötig, Urlaub zu nehmen. Genauere Informationen zum Antrag sowie zum Verhalten bei Ablehnung der Kur gibt es auf der Webseite Die-neue-Kur.de.

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