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Phänomen Frühjahrsmüdigkeit: So trotz man der Erschöpfung

Die meisten können den Frühling mit Sonnenschein, Vogelgezwitscher und blühenden Blumen kaum noch erwarten. Doch während die Natur zu neuem Leben erwacht, fühlen sich viele Menschen müde und ausgelaugt – sie leiden unter Frühjahrsmüdigkeit. Doch was hat es damit auf sich, und was lässt sich gegen den Erschöpfungszustand unternehmen ...?

Leichte Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit am Tag, Schwierigkeiten in der Nacht einzuschlafen – wer in den Frühlingsmonaten mit derlei Symptomen zu kämpfen hat, leidet womöglich an der Frühjahrsmüdigkeit. Diese gilt zwar nicht als Krankheit per se, nichtsdestotrotz können die auftretenden Symptome den Alltag erschweren.

Ursache: Temperaturschwankungen

Schuld sind die Temperaturschwankungen in der Zeit vom Winter auf den Frühling. Der Körper muss sich erst langsam wieder an die wärmeren Temperaturen gewöhnen, nachdem er in den Monaten davor ständiger Kälte ausgesetzt war. Bei kalten Temperaturen und wenig Tageslicht wechselt der Körper in einen Schutzmodus: Er senkt die Körpertemperatur, fährt den Blutdruck hoch und produziert vermehrt das Schlafhormon Melatonin.

Sobald man in den ersten Frühlingstagen vermehrt UV-Strahlen ausgesetzt ist, bringt das Stoffwechsel und Hormonhaushalt erneut durcheinander. Die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt, die Körpertemperatur steigt und der Ausschuss an Melatonin wird gedrosselt. Normalerweise regt das Absinken des Schlafhormonspiegels die Produktion des Glückshormons Serotonin an. Doch im Frühling wird der Melatoninspiegel nur allmählich gedrosselt, wodurch wiederum die Serotoninproduktion langsamer verläuft. Aus diesem Grund leiden dann viele unter Kreislaufproblemen. Sobald der Körper ausreichend UV-Strahlen für die Serotoninproduktion und Melatonin-Drosselung aufgenommen hat, gilt die Frühjahrsmüdigkeit als überstanden.

4 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

In Deutschland klagt mehr als die Hälfte der Bevölkerung über Frühjahrsmüdigkeit. Zwar kann man das Durcheinander des Hormonhaushalts und des Stoffwechsels im Frühjahr nicht stoppen, doch die Symptome mit einigen Tipps abschwächen:

  1. Bewegung an der frischen Luft: Der Körper muss sich nach und nach an die neuen Lichtverhältnisse und steigenden Temperaturen gewöhnen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich tagsüber viel im Tageslicht aufzuhalten und Sonne zu tanken. Spaziergänge oder Sporteinheiten sind zusätzlich gut für den Blutdruck.
  2. Ruhephasen einlegen: Nach einem aktiven Tag ist es wichtig sich Ruhe zu gönnen. Am Abend hilft dann ein heißes Bad. Für extra Entspannung sorgen Badewannenkissen, die für jeden Wannentyp erhältlich sind – Augen schließen, zurückzulehnen und Kopf auf das weiche Kissen betten. Wer zusätzlich ein beruhigendes Badeöl ins Wasser gibt, dem ist ein erholsamer Schlaf garantiert.
  3. Wechselduschen: Morgens hingegen sind Wechselduschen zu empfehlen, die den Blutdruck ankurbeln und das Immunsystem abhärten. Wer das gesamte Jahr über zusätzlich auf Saunagänge setzt, trainiert außerdem das Gefäßsystem und bereitet es auf Temperaturschwankungen vor.
  4. Stoffwechsel anregen: Wer regelmäßig frisches Obst und Gemüse zu sich nimmt und sich generell bewusst ernährt, regt den Stoffwechsel an und wird resistenter gegenüber der Frühjahrsmüdigkeit.

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