Zeitenwende / Themen / Gesundes Leben / Ortho-Bionomy – sanfte ganzheitliche Körperarbeit

Ortho-Bionomy – sanfte ganzheitliche Körperarbeit

Mit der Ortho-Bionomy haben wir es mit einer Behandlungsweise zu tun, einer Art Körpererziehungsmethode, die auf sanfte Weise den Klienten befähigen möchte, dieses ursprüngliche natürliche Gleichgewicht, die individuelle Ordnung auf körperlicher und emotionaler Ebene wiederzufinden ...

Es gibt bekanntlich viele Methoden, um Menschen zu helfen, die unter Druck und Eindruck des Alltags, durch Überlastung, Stress und Traumata ihr Gleichgewicht verloren haben. Ortho-Bionomy befasst sich mit unserer Körperstruktur, den muskulären und energetischen Spannungsmustern bzw. Blockaden, und zielt auf die Anregung der Selbstheilungsmechanismen des Körpers ab. Der Hintergrund der Methode ist schon im Begriff selbst zu finden. Der Name leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet sinngemäß: "Im Einklang mit den Gesetzen der Natur" oder "Der rechte Gebrauch der Naturgesetze".

In dieser Begriffsfindung liegt ein hoher Anspruch, aber es stellt genau die Vorgehensweise und die Entwicklung des Ergebnisses der Behandlung dar. In unserer Umgebung sind ständig natürliche Regulationsvorgänge zu beobachten. Diese dienen dazu, den jeweiligen Organismus an die Natur und an die Lebensbedingungen anzupassen. Prinzipiell wird jeder Organismus versuchen, einen möglichst ökonomischen Weg zur optimalen Regulation zu finden. So wird das Wasser nie den Berg hinauffließen, denn es sucht sich den leichtesten Weg. Ein Baum wird mit seinen Ästen nie gegen den Wind wachsen, sondern sich der Windrichtung anpassen. Auf dieser Grundlage geht die Ortho-Bionomy nie gegen etwas an, sondern versucht das Leichte, den natürlichen Fluss zu finden.

Seit 1988 Lehrmethode in Deutschland

Ortho-Bionomy wurde von dem anglo-kanadischen Osteopathen Arthur Lincoln Pauls, D.O., entwickelt. Die Wurzeln liegen einmal in den schmerzlindernden Techniken der Positionierung von Personen nach Dr. Lawrence Jones, einem amerikanischen Osteopathen, und im Ansatz einiger asiatischer Kampfsportarten, die sich die Aufnahme spontaner Bewegungsimpulse und der Körperenergie zunutze machen, also mit der Bewegung des Menschen arbeiten und nicht dagegen. Unter Einbeziehung dieser Erkenntnisse in seine Forschungsarbeit fand Arthur Pauls allgemeine und spezielle Techniken für alle Teile des Körpers, auch solche, die im fließenden Wechsel Arbeit an der Struktur und im Energiefeld verbinden. Durch die Behandlung kommt es zur Lösung von Muskelverspannungen und Blockaden, Regulation von Fehlhaltungen, Verbesserungen der Gelenkfunktion, Anregung der Funktion von Organen und zum Spannungsausgleich der Aura der Person usw.

Wer wird mit Ortho-Bionomy behandelt?

In erster Linie sind es Menschen mit Beschwerden im Bewegungsapparat, z.B. Rückenschmerzen, Nackenverspannungen, Schulterproblemen, Berufsgruppen vom Büroangestellten bis zu Menschen mit körperlich schwerer Arbeit, aber auch Kinder, bei denen ja Fehlhaltungen noch nicht so fixiert sind. Neben dieser Arbeit im therapeutischen Bereich findet Ortho-Bionomy ebenso im Wellnessbereich Anwendung, bei der Schulung der Körperwahrnehmung und Verbesserung der Selbstwahrnehmung, also als Teil der Bewusstseinsschulung. Sie ist effektiv einsetzbar bei der Arbeit an emotionalen und psychosomatischen Problematiken, letztlich aber auch eine sehr angenehme und leicht zu praktizierende Methode, um Freunden, Nachbarn oder Familienangehörigen etwas Gutes zu tun. Die Behandlung selbst geschieht mittels leicht zu erlernender Griffe und Lagerungen, mit denen die vorgefundene strukturelle Situation in der schmerz- und spannungsfreien Richtung sanft verstärkt wird. Diese gegebene Information regt die Selbstregulationsmechanismen an, was zu einer Harmonisierung führt. Die Person fühlt sich leichter und entspannt.

Ortho-Bionomy arbeitet ohne Manipulation. Es geht nicht darum, Entspannung zu erzwingen, sondern um die Entwicklung der Fähigkeit, von innen heraus loszulassen. Es ist eine ressourcenorientierte Behandlung, die mit dem Klienten arbeitet und nicht gegen ihn und seine Muster. Der Behandler tritt bei dem Prozess in den Hintergrund und leistet lediglich eine Hilfestellung. Die Methode ist für jedermann offen, sowohl für Therapeuten aus dem medizinisch-psychologischen und dem Wellnessbereich, als auch für interessierte Laien!

Dr. med Astrid Quack, Fachärztin für Chirurgie und Allgemein-Medizin, Bad Eilsen