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Jod wird dringend gebraucht!

Jod ist ein Spurenelement, das von jeder Körperzelle benötigt wird. Eine Mangelversorgung führt nicht nur zu Schilddrüsenstörungen wie z. B. Kropfbildung, Hirnschädigung beim Fötus während der Schwangerschaft und intellektuellen Defiziten, sondern nach neusten Erkenntnissen auch zu erhöhtem Risiko von Brust-, Prostata-, Eierstock- und Gebärmutterkrebs. Auch Hashimoto, unerfüllter Kinderwunsch, Multiple Sklerose und Haarausfall werden damit assoziiert ...

Da der Organismus Jod nicht selbst herstellen kann, muss es zugeführt werden. In Deutschland wird Jod z.B. dem Speisesalz und anderen Lebensmitteln zugesetzt. Diese Menge reicht jedoch nicht aus, um den täglichen Bedarf aller Zellen zu decken, hier wurde nur daran gedacht, die Versorgung zur Bildung von Schilddrüsenhormonen abzudecken. Für eine Schilddrüsenunterfunktion wird es in Form von Kaliumjodidtabletten verordnet. Jodid ist die Jodform, die in der Schilddrüse benötigt wird, aber bei einem starken Jodmangel reicht diese Darreichungsform nicht aus. Hier braucht es elementares Jod, wie es z.B. in der Lugolschen Lösung oder Jodoraltabletten vorkommt.

Jod baut freie Radikale ab

Es befinden sich nur ca. 30 % des im Körper vorkommenden Jods in der Schilddrüse, bzw. den Schilddrüsenhormonen. Jod hat auch eine stark antioxidative Wirkung, es baut freie Radikale ab. Bei Tierversuchen zeigte sich, dass es Mastopathien (Vermehrung des Brustdrüsengewebes)verhindern kann. In Asien haben Frauen ein viel geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, da in ihrer traditionellen Ernährung vermehrt Fisch, Meeresgetier, Algen und Seetang und kaum Milchprodukte verzehrt werden. Vor allem Veganer haben oft einen Mangel an Jod, da sie über die Ernährung zu wenig davon aufnehmen. Auch fürs Immunsystem ist Jod wichtig, da es Bakterien, Viren und Parasiten entgegenwirkt.

Anzeichen für Jodmangel

Es gibt Anzeichen, die auf einen Jodmangel hinweisen: ständige Müdigkeit, Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen, trockene, schuppige Haut, Zysten in Brust und Eierstöcken, psychomotorische Entwicklungsstörungen bei Kindern, sowie Lernschwäche und verminderte intellektuelle Leistung können durch einen Jodmangel bedingt sein.

Schilddrüsenwerte im Blut zu messen, reicht nicht aus um eine Joddiagnostik vorzunehmen. Um genau herauszufinden, ob genügend Jod im Körper vorhanden ist, wird mittels eines Jodsättigungstests mit 24 Stunden Sammelurin nach vorheriger Gabe von Jod herausgefunden, wieviel Jod im Körper verbleibt. Wird mehr als 90 % wieder ausgeschieden, ist genug Jod im Körper vorhanden.

Bei Untersuchungen in Deutschland hatten 85 % einen Jodmangel, in der Schweiz und Österreich waren es ca. 92 %.

Empfohlene Dosis ist ungenügend

Die empfohlene Dosis der WHO bei Jod liegt für Männer und Frauen bei 150 Mikrogramm, bei Schwangeren bei 220 und Stillenden bei 290 Mikrogramm. Diese Mengen verhindern zwar eine Kropfbildung, sind aber nicht ausreichend für eine optimale Schilddrüsenfunktion und zu gering fürs Immun- und Hormonsystem und um vor Krebs zu schützen.

Traudel Wolf, Heilpraktikerin, Neustadt