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Grenzen kennenlernen mit Leistungsdiagnostik

Dass Sport gesund ist und gerade Laufen in Deutschland längst zum Breitensportphänomen geworden ist, ist durchaus bekannt. Doch selbst beim entspannten Joggen besteht eine Verletzungsgefahr, wenn nicht richtig trainiert wird. Um die richtige Dosis an Training festzulegen, muss nicht gleich ein Personal Trainer an die Seite gestellt werden.

Eine medizinische Leistungsdiagnostik bietet all jene Einblicke in den Körper, die beim oberflächlich verborgen bleiben.

Welches Maß an Sport genau richtig ist, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Nicht nur der Trainingsstand, sondern auch die aktuelle Tagesform wirken sich massiv auf die körperliche Leistungsfähigkeit aus. Die moderne Leistungsdiagnostik, wie sie viele Sportmediziner anbieten, bietet ideale Ansatzpunkte, um die eigenen Grenzen kennenzulernen. Das ist nicht nur für Amateure gut, auch Profis können durch eine sportmedizinische Untersuchung gezielt ihre Defizite ausbessern.

Die Leistungsdiagnostik als Grundlage

Die Analyse läuft dabei ganz einfach ab und besteht aus einer Reihe von Tests, welche die Leistungsfähigkeit von Herz und Kreislaufsystem überprüfen. Diese Prüfung besteht aus einem Belastungstest, der auf:

  • dem Laufband,
  • dem Ergometer oder
  • der Rudermaschine absolviert wird.

Bereits hier lässt sich dediziert auf die gewünschte Sportart eingehen. Eine Messung der Blutwerte gehört ebenso zur Leistungsdiagnostik, hierbei werden die Sauerstoffaufnahme und die Laktatwerte geprüft. Je nach Wunsch kann auch eine Haltungsanalyse durchgeführt werden, um Fehlstellungen der Füße und Extremitäten vorzubeugen und so orthopädische Schäden zu verhindern. Eine sportmedizinische Leistungsdiagnostik kann vom Sportarzt oder einer Orthopädie Klinik durchgeführt werden.

Gerade beim Laufen stellen sich häufig Probleme in den Knien ein, auch Hüftprobleme sind eine häufige Folge. Ursache hierfür ist zumeist eine Fehlstellung des Fußes, dabei überträgt sich der Druck falsch und gerade die Knie und der Gelenkknorpel leiden besonders unter der zusätzlichen Last. Eine Diagnose beugt jedoch nicht nur orthopädischen Schäden vor, sondern hat auch einen sportlichen Nutzen. Denn ein Datenblatt mit Schwächen und Ansatzpunkten zur Verbesserung eröffnet auch die Möglichkeiten, in Zukunft besser zu trainieren.

Das richtige Training ist wichtig

Gerade eine Mischung der verschiedenen Trainingsarten und ein ausgewogenes Workout aus Kondition, Kraft, Schnellkraft und Dehnbarkeit beugt Schmerzen vor und optimiert auch bei jeder Sportart die Leistung. Auch Langstreckenläufer trainieren gezielt ihre Muskeln, um Verhärtungen vorzubeugen. Zumal ein gut eingeteiltes Training die Effekte des Übertrainings negiert. Wird nämlich eine Muskelgruppe überstrapaziert, so ist dies für den Muskelaufbau keineswegs förderlich, im Gegenteil: Zu viel Muskelarbeit verhindert weiteres Muskelwachstum, im schlimmsten Fall kann diese Überstrapazierung auch zu Muskelbündelrissen führen. Regeneration und prähabilitatives Training sind die besten Methoden, um sportlich gegen Muskelverletzungen vorzugehen. Auch hier kann eine sportmedizinische Diagnostik helfen, den perfekten Trainingsplan für den derzeitigen Leistungsstand zu erstellen. Ein effizientes Training ist das Ergebnis, das den Leistungszuwachs ebenso berücksichtigt wie Regenerationsphasen.

Eine professionelle Leistungsdiagnostik kann also Hobbyläufern und professionelle Athleten gleichermaßen helfen, ihr Training zu optimieren und verletzungsfrei Bestleistungen zu erzielen. Denn nur ein wirklich maßgeschneidertes Training führt zu optimalen Ergebnissen und verhindert, dass viel Arbeit für wenig Zuwachs investiert wird. Übertrainingsbedingte Verletzungspausen können so vermieden werden und Gelenke bleiben bis ins Alter hin gesund. Und schließlich gibt es nicht besseres, als seine Grenzen kennenzulernen – und diese zu verschieben.

md