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Gesundheit im Alter: Den Ruhestand sorgenfrei genießen

Für viele frischgebackene Rentner ist es schwierig, sich daran zu gewöhnen, dass sie nicht mehr jeden Tag arbeiten. Was also tun mit all der Freizeit, die Menschen im Ruhestand im Grunde voll auskosten können? Wer aus dem Berufsleben aussteigt, ist schließlich alle Pflichten los. Jedoch müssen sich Rentner oft Gedanken darum machen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten und dabei gesund bleiben – obwohl bis 2020 40 Milliarden Euro in die Gesundheitskassen fließen sollen und viele schon mit 63 in Rente gehen werden.

Ruhestand mit 63: Ein Geschenk vom Staat?

Wenn Politiker über das Ende des Arbeitslebens sprechen, klingt es, als zeichne der Staat seine Bürger aus. Vom „Lohn für die Lebensleistung“ und vom „wohlverdienten Ruhestand“ ist die Rede. Die frohe Botschaft am 1. Juli 2014: Das Rentenpaket der Bundesregierung trat in Kraft und machte die Rente mit 63 möglich. Für viele Arbeitnehmer bedeutet das heute: früher in Rente gehen und das möglichst ohne Abschläge auf die Rente. Das Interesse ist groß: Viele wollen die von der großen Koalition geschaffene Möglichkeit nutzen, früher aus dem Berufsleben auszusteigen. Nicht jeder profitiert jedoch von dieser Regelung: Wer schon mit 63 Jahren in Rente gehen möchte und nicht mindestens 45 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, muss Abschläge hinnehmen. In welcher Höhe, das hängt vom Geburtsjahr, dem Rentenbeginn und der beruflichen Laufbahn ab.

Frührente gesundheitsschädlich?

Hinzu kommt, dass sich Menschen, die in Frührente gehen, mit der neu gewonnenen Freizeit nicht unbedingt wohler fühlen. Menschen in Deutschland, die vor dem offiziellen Rentenalter aufhören zu arbeiten, sind laut einer Studie von 2015 subjektiv oft unglücklicher als Gleichaltrige, die noch weiter arbeiten. Viele der Befragten blickten vor dem Rentenantritt zwar noch optimistisch in die Zukunft, nach einem Jahr waren sie jedoch enttäuscht. Weitere Ergebnisse der Studie: Ein früher Rentenbeginn schadet der Gesundheit und reduziert die Lebensfreude. Denn die persönliche Wahrnehmung, wie glücklich und zufrieden ein Mensch sich fühlt, ist nicht nur im Alter eng mit dem gesundheitlichen Zustand verbunden. Das könnte auch eine Erklärung für das Paradoxon sein, dass sich einer Studie der Universität Sydney zufolge gerade die Lebensgewohnheiten von vergleichsweise jungen Rentnern zum Positiven veränderten. Hier trifft wohl das Sprichwort zu: Man ist so jung, wie man sich fühlt.

Mit der richtigen Vorsorge glücklich und gesund in den Ruhestand

Wichtig bleibt in jedem Fall, schon vor dem Ausscheiden aus dem Berufsleben über Freizeitaktivitäten im Alter nachzudenken, die Körper und Geist fit halten. Und auch eine vom Staat unabhängige Vorsorge, ob private Rentenversicherung, Riester- oder Rürup-Rente, wird angesichts der demografischen Entwicklungen immer wichtiger. Denn wenn die Generation der Babyboomer bis zum Jahr 2031 in Rente geht, wird das Geld vom Staat immer knapper werden. Das gilt vor allem für die nach 1964 Geborenen, die zum jetzigen Zeitpunkt mitten im Berufsleben stehen und noch mindestens bis zu ihrem 65. Lebensjahr arbeiten müssen: Die Rentenbeträge werden kontinuierlich sinken, während das Eintrittsalter immer weiter angehoben wird.

sk