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Gesundheit findet im Kopf statt

Die WHO definiert Gesundheit als "Abwesenheit von Krankheit", was für eine absurde Erklärung. Wir sagen doch auch als Erklärung nicht: Rot ist nicht Grün ...

Gesundheit ist ein ganz persönliches Empfinden. Ich erinnere mich noch (ich bin schon recht alt ...) an die kriegsversehrten Freunde meines Vaters, denen ein Bein oder ein Arm fehlte, oder die viele schmerzhafte Bombensplitter in ihrem Körper beherbergten. Ich erinnere mich, dass sie auf die Frage, wie es Ihnen ginge, überwiegend mit "och, ganz gut" geantwortet haben. Für andere offensichtlich wirkten diese Männer an Krücken, teilweise humpelnd oder mit einem leeren Ärmel an der Jacke, der dann in der Jackentasche befestigt wurde, damit er nicht so umherschlenkerte, eindeutig als sehr krank. Wir sehen, es ist die Definition und Empfindung des Einzelnen, was er für krank oder gesund hält.

Mein Resümee: Gesundheit findet im Kopf statt!

Es gab in den 70ern des vorigen Jahrhunderts ein Buch "Sorge Dich nicht, lebe!". Das könnte eine Devise für ein gesundes Leben sein. Sicherlich gehört eine gute Ernährung dazu und Sorgfalt mit sich selbst, obwohl mich bei dem Wort "Sorg"-falt schon wieder der Begriff "Sorge" stört.

Viele Forschungen haben nachweisen können, das besonders Sorgen sich auf die Gesundheit bzw. das Gesundheitsgefühl auswirken. So ist es eben auch die persönliche Einstellung, die ich zu mir und meinem Leben habe. Wenn ich ständig der Meinung bin, ich tue nicht genug für meine Gesundheit, zweifele ich mein Tun derart an, dass sich daraus bereits ein Missempfinden entwickeln kann, dass ich dann irgendwann als Krankheit empfinde. Wenn Gedanken ständig um mögliche Krankheiten kreisen, projeziere ich Symptome, die dann u.U. sogar behandlungsbedürftig sind.

Ein weiteres Krisen heraufbeschwörendes Wort ist "Vorsorge". Das hört sich sowohl bei Geldanlagen, Altersabsicherung aber auch für geplante Untersuchungen auf Gesundheit nicht gut an, weil es wieder den Wortteil "sorge" beinhaltet – und "Gesundheitskasse" ist der blanke Hohn, weil diese sich nur durch möglichst viele Kranke finanzieren kann.

Also: was tun, um gesund zu bleiben?

Erst einmal die Seele pflegen und nett zum Körper sein, damit die Seele gern darin wohnen mag.

Ein beseelter Körper geht pfleglich mit sich um und erhält so seine Gesundheit.

Die Naturheilkunde kennt die Therapieformen "Ordnungstherapie" und "Ernährungstherapie". Sie haben richtig gelesen, das sind Therapie(!)formen erster Güte, denn ein wohl strukturierter, ordentlich organisierter Tagesablauf ist weitgehend stressfrei. Regelmäßige Mahlzeiten guter (nicht unbedingt auch teurer) Qualität "halten Leib und Seele zusammen". Freude, die man mit Freunden teilt, oder die man durch andere erfährt, macht glücklich, und Gefühle des Glücks sorgen für "freundliche" Hormone, mit denen sich der Körper wohlfühlt.

Sie sehen, es ist so einfach. Wenn jetzt der Einwand kommt, aber meine Gene ... meine Eltern hatten ja auch … und nun hat es mich auch erwischt ... dann ist die Besinnung auf das Wesentliche wichtig. Wann hat es angefangen, was verstärkt es – wie kann ich es ändern?

Wenn Sie die Lösung nicht selbst finden, gibt es Naturheilkundige, die diesen Aspekt bei allen körperlichen Missbefindlichkeiten nicht außer Acht lassen und Ihnen dann "komische" Fragen stellen, um herauszubekommen, was die wirklichen Ursachen sind. Nur durch die Besinnung auf sich selbst, regelmäßige Ruhepausen und die Rückkehr zur pfleglichen Behandlung seines Körpers kann Gesundheit erhalten bleiben. Ich wünsche Ihnen von Herzen viel Erfolg dabei.

Kristina König, HP, Bielefeld