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Gesunde Augen mit Kontaktlinsen

Kontaktlinsen erleichtern als unkomplizierte Sehhilfen vielen das Alltagsleben. Und doch kann das Tragen von Kontaktlinsen auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Die falsche Anwendung führt nämlich unter Umständen zu gereizten Augen und anderen Komplikationen ...

Es gibt gute Gründe dafür, dass viele gern zur Kontaktlinse als Alternative zur Brille greifen. Bei sportlichen Aktivitäten beispielsweise kann eine Brille leicht verrutschen oder Schaden nehmen. Auch in bestimmten Berufsfeldern sind Kontaktlinsen sinnvoller als Brillen: Köche würden in der Küche aufgrund des verdunstenden Wassers und des spritzenden Fetts ständig mit einer beschlagenen oder verschmutzten Brille zu kämpfen haben. Doch die kleinen Linsen muss man korrekt handhaben – die folgenden Dinge sollten Sie deshalb wissen.

Gefahren durch falsche Reinigung und lange Tragezeiten

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Linsen nach dem Tragen mit Leitungswasser gereinigt werden können, wenn gerade keine Reinigungslösung zur Hand ist. Leitungswasser enthält jedoch trotz des hohen Sauberkeitsstandards in Deutschland viele für die Augen schädliche Keime. Gelangen solche im Wasser lebenden Keime, wie die Akanth-Amöbe, ins Auge, dann können sie schwerwiegende Infektionen verursachen.

Im Schwimmbad sollte man ebenfalls darauf achten, dass die Linse wenig Kontakt zum Wasser hat: Chlor und Kalk setzen sich nämlich leicht an der Linsenoberfläche fest. Und insbesondere Chlor kann das Material der Linse selbst angreifen. Im Schwimmbad sollte daher zu Tageslinsen gegriffen werden, da man diese ohnehin nur einen Tag lang trägt. Eine Schädigung wiegt daher nicht so schwer wie beispielsweise bei teureren Monatslinsen. Gleich nach dem Abtrocknen sollte man die Kontaktlinse aus dem Auge herausnehmen, um das Risiko zu senken, dass unter die Linse geratenes Chlorwasser das Auge reizt.

Im Alltag tragen viele Menschen ihre Kontaktlinsen zudem deutlich zu lang und wechseln sie erst, wenn sich ein Fremdkörpergefühl einstellt. Grundsätzlich sollte man sich aber genau nach der vom Hersteller empfohlenen Tragedauer richten. Keinesfalls sollte man mit Kontaktlinsen im Auge schlafen, da dies das Auge über Gebühr reizt und die Linsen sich am nächsten Morgen dann nur noch schwer entfernen lassen.

Gründliche Pflege und umfangreiche Beratung unumgänglich

Durch einfache Maßnahmen lassen sich Risiken vermeiden. Der Augenkontakt mit Wasser sollte möglichst gemieden werden. Sollte die Kontaktlinse mit nicht-sterilen Flüssigkeiten in Kontakt geraten oder anderweitig verschmutzt sein, ist die sicherste Variante, neue Kontaktlinsen zu verwenden. Bei neueren Linsen ist zudem die Reinigung nach dem Tragen weniger anspruchsvoll. "Je häufiger Kontaktlinsen ausgewechselt und gegen frische eingetauscht werden, desto geringer ist der Pflegeaufwand", erläutert der Augenoptiker Fielmann auf seiner Webseite.

Wer über längere Zeit hinweg Kontaktlinsen tragen möchte, der sollte eher zu harten als zu weichen Linsen greifen. Zwar benötigt man etwas länger, um sich an harte Kontaktlinsen zu gewöhnen, doch dafür sind sie deutlich sauerstoffdurchlässiger als weiche Kontaktlinsen, was der Augengesundheit zugute kommt.

sk