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Den richtigen Heilpraktiker finden

Es geht Ihnen schon länger nicht gut? Sie fühlen sich krank, aber niemand findet etwas? Alles o.k. von Blutuntersuchung bis Röntgenaufnahme? Oft kommt man dann auf die Idee es doch mal bei den "Alternativen" zu versuchen – aber wohin?

Bei dem großen Angebot in den "Gelben Seiten" ist das schon wieder genau so schwierig, wie vorher die Suche nach einem Arzt. Kurze Antwort: Haben Sie den Mut, sich Freunden und Bekannten anzuvertrauen, die haben meist schon von "Jemandem" gehört, der gut sein soll – oder Sie nehmen sich das Telefonbuch und fangen an zu telefonieren und hören auf Ihr gutes Bauchgefühl. Schildern Sie kurz am Telefon Ihr Problem und fragen Sie, ob der Behandler sich mit diesem Problem auskennt und seine Diagnose- und Therapiemöglichkeiten dafür geeignet sind. Wenn Sie sich z.B. gestresst fühlen, sollte ein Heilpraktiker auch Zugriff auf ein Speziallabor haben, dass z.B. Stresshormone bestimmen und zuordnen kann.

Auslöser Stressverarbeitung

Sicherlich: autogenes Training und Yoga sind toll gegen Stress, aber wenn das Problem erst einmal körperliche Auswirkungen hat, dann sind beruhigende Techniken und Baldrian nicht ausschließlich mehr die Mittel der Wahl, sonst sind Sie wieder behandelt wie vorher und drehen sich im Kreis. Stressverarbeitung ist ein wichtiger Auslöser für allerlei Missbefindlichkeiten und hat verschiedenste, teilweise genetisch abhängige Ursachen, die heute jedoch zielstrebig erkannt und behandelt werden können. Denken Sie daran, dass unser Immunsystem empfindlich auf Stress reagiert. Allergiker sind Gesamtsensible, die sehr schnell merken, dass sie unter Stress noch mehr niesen als sonst. So hat es keinen Sinn, allein das Symptom des Niesens in den Griff zu bekommen, das körperliche Stressniveau muss gesenkt werden und dazu muss der Auslöser gefunden und behandelt werden. Es ist bekannt, dass ADS und ADHS zu 90% auf Stoffwechselproblemen basiert, die mit gezielten Untersuchungen recht schnell einzugrenzen sind, man muss nur wissen wie.

Dazu bedarf es jedoch ständiger Weiterbildung und dem Interesse an Laboruntersuchungen. Nicht immer reichen manuelle Therapien, es gehören gute bis allerbeste Laboruntersuchungen zu einer guten Diagnose. Sicherlich: oft weiß man bereits beim ersten Händedruck, was den Patienten "drückt", das macht einfach die jahrelange Erfahrung und eine gewisse Hellsichtigkeit im Beruf aus. Die heutigen Möglichkeiten, sich modernster Diagnosemöglichkeiten zu bedienen, sollten auf jeden Fall genutzt werden. Unser Beruf verlangt ständige Weiterbildung, ein offenes Ohr, einen freien Blick und ein offenes Herz für die Patienten und die Demut jegliche Hilfsangebote, von denen man hört, in sein eigenes Tun zu integrieren, zum Wohl und Besten des Patienten.

Wenn Sie jemanden finden, bei dem Sie dieses Gefühl haben, dann öffnen Sie sich ihm und arbeiten Sie vertrauensvoll mit ihm zusammen. Es ist Ihre Krankheit und nur Sie werden sie im Endeffekt heilen zusammen mit den guten Helfern, die Ihnen Ihr ganzes Wissen und auch das Wissen anderer zur Verfügung stellen.

Kristina König, HP, Bielefeld