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Borreliose und Dunkelfeldmikroskopie

Wenn nach einer Borreliosetherapie mit Antibiotika keine anhaltende Verbesserung stattfindet, kommen viele Menschen zur Weiterbehandlung in die Naturheilpraxis. Meist gelangen durch einen Zecken-, Insekten-, Bremsen- oder Spinnenstich nicht nur Borrelien, sondern auch zahlreiche andere Erreger mit in den Körper ...

Die von Krankenkassen erstattungsfähigen Diagnosemethoden durch die Testverfahren Elisa oder Westernblot sind leider unzureichend und auch die Wanderröte als gesicherte Diagnose tritt meist nur bei der Hälfte der Infizierten auf. Mit der Dunkelfeldmikroskopie kann man die Erreger optisch erkennen, nicht nur Spirochäten (Erreger der Borreliose, Syphillis und evtl. Multiplen Sklerose) sondern auch deren Wandlungsformen in sogenannten Zystenformen (round bodies, L-Formen und Biofilmen).

Auch Co-Erreger sind mittels der Dunkelfeldmikroskopie sichtbar. In der Forschung wird mit Hilfe der Dunkelfeldmikroskopie schon sehr lange geforscht und es war Willy Burgdorfer, der 1961 den Erreger der Lyme Borreliose, einer Spirochäte, im Darm von Zecken gefunden hat, nachdem in der Ortschaft Lyme an zahlreichen Kindern gehäuft Arthritis auftrat.

Um 1600 wurden die ersten Mikroskope entwickelt und die Mikrobiologie (Erforschung von Mikroorganismen, die man mit bloßem Auge nicht sehen kann) begann durch Robert Hooke und Antoni van Leeuwenhoek bereits um 1665. Auch heute sind viele Forscher wie Dr. Alan MacDonald, Prof. Eva Sapi, Dr. Bela Bozsik in der ganzen Welt mit der Erforschung von Borreliose, Co-Infektionen, MS und anderen Erkrankungen mithilfe von Mikroskopie und hier auch im Wesentlichen mit Dunkelfeldmikroskopie befasst. Durch die besondere Beleuchtung mit einem dunklen Hintergrund sind die Strukturen im Blut und deren Bestandteile besonders gut zu erkennen.

Nicht immer, wenn die Erreger im Blut zu sehen sind, heißt es, dass eine entsprechende Erkrankung ausbrechen muss. Wenn das Immunsystem gut arbeitet und das Milieu in Ordnung ist, kommt es wahrscheinlich nicht zu einer Erkrankung.

Erst wenn das Milieu z.B. durch Einflüsse wie Schwermetallbelastungen, einem gestörten Immunsystem, starkem Stress, E-Smog und Mobilfunk in seiner ganzen Bandbreite, Pilzbelastungen oder Belastungen durch andere Erreger gestört ist, kann eine Borreliose auch noch geraume Zeit nach einer Infektion ausbrechen. Wichtig sind hier die Symptome und eine gute Anamnese. Die Dunkelfelddiagnostik bietet in diesem Zusammenhang eine ausgezeichnete diagnostische Grundlage.

Werden Erreger gefunden, sollte man nicht so lange abwarten, sondern frühzeitig damit beginnen, mittels Milieuregulierung und Immunstärkung die Grundlage für eine Erkrankung zu entziehen.

Die Kombination von Therapien, wie z.B. Ernährungsumstellung, Darmsanierung und Ausleitung von toxischen Stoffen, sowie der Einsatz von pflanzlichen Essenzen und Vitaminen und Mineralien sind bei einer Borreliose sehr hilfreiche Maßnahmen.

Traudel Wolf, Heilpraktikerin, Neustadt