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Wechseljahre – Neues Gleichgewicht im eigenen Körper finden

Die Wechseljahre sind eine Zeit der Veränderungen, während der der weibliche Körper die Östrogenproduktion zurückfährt. Das kann verschiedene körperliche und emotionale Auswirkungen haben, von den klassischen Hitzewallungen über Stimmungsschwankungen bis zu einem Einfluss auf die Beschaffenheit der Knochen. Verschiedene Strategien und Mittel können helfen, mit diesen Veränderungen umzugehen ...

Während der Wechseljahre haben viele Frauen das Gefühl, körperlich abzubauen. In dieser Zeit sinkt der tägliche Energiebedarf um ein Viertel, sodass es bei einem gleichbleibenden Lebensstil zu einer Gewichtszunahme kommen kann. Krafttraining und Schwimmen, Aerobic oder Zumba sind effektive Mittel, um Fett zu verbrennen und einer unfreiwilligen Gewichtszunahme entgegenzuwirken.

Auch die Knochen können von den hormonellen Veränderungen betroffen sein, denn in der Menopause wird weniger Knochenmasse produziert als abgebaut. Dem dadurch entstehenden Substanzverlust kann man durch Krafttraining entgegenwirken, am besten mit einem Personal Trainer, der ein auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Programm entwickelt. Eine weitere Maßnahme ist Aqua-Fitness, außerdem fördert Ausdauersport Gesundheit und körperliches Wohlbefinden. Das ist besonders wichtig, da während der Wechseljahre das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. Dafür muss man keineswegs zur Leistungssportlerin mutieren – schon regelmäßiges Radfahren, Schwimmen oder Nordic Walking ist äußerst hilfreich.

Die hormonellen Veränderungen können auch zu einer Blasenschwäche führen, selbst wenn man vorher nie davon betroffen war. Eine Östrogenbehandlung ist nur eine der infrage kommenden Maßnahmen, eine weitere zur Vorbeugung ist die Beckenbodengymnastik. Bei ihr geht es darum, die Beckenbodenmuskulatur im Wechsel anzuspannen und wieder zu entspannen. Entsprechende Übungen wie die folgende sollte man mehrmals am Tag etwa 5- bis 10-mal wiederholen:

  1. Den Rücken rund machen und die Muskeln rund um den After anspannen.
  2. Die Spannung halten, bewusst ausatmen und langsam bis zehn zählen.
  3. Im Anschluss die Muskeln um den After wieder entspannen.
  4. Von vorne beginnen.

Sport kann auch dem seelischen und geistigen Wohlbefinden dienen und weitere Beschwerden während der Wechseljahre lindern. Wer bisher nicht regelmäßig Sport getrieben hat, für den ist insbesondere der Anfang anstrengend. Doch nach einigen Wochen stellen sich auch die positiven Gefühle ein. Wer Sportarten sucht, um das Wohlbefinden zu fördern, sollte Yoga, Tanzen, Pilates oder Wandern ausprobieren.

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