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Glücklich trotz unerfülltem Kinderwunsch

Für viele Paare ist es der Wunsch in ihrem Leben schlechthin: ein eigenes Kind. Aber was ist, wenn es nicht klappt mit der Schwangerschaft, wenn klar wird, dass man selbst keine Kinder bekommen wird? Glücklich werden kann man dennoch ...!

So wundervoll hat man es sich ausgemalt: Überglücklich hält man sein gesundes Baby in den Armen. Am liebsten würde man die ganze Welt umarmen, allen stolz eine Karte mit dem ersten Schnappschuss schicken. Das Kinderzimmer ist überflutet von niedlichen Kuscheltieren, Spielzeugen und anderen Geschenken zur Geburt. Es gibt für einen nichts Schöneres, als den Neuankömmling zu bestaunen.Leider bleibt das für manche Paare ein unerfüllter Traum. Wer kein eigenes Kind bekommen kann, kann zunächst einmal versuchen, eines zu adoptieren. Die Warteliste ist allerdings lang. Zudem kommt das für viele Paare aus anderen Gründen nicht in Frage. Wieder glücklich werden kann man trotzdem, auch ohne Kind.

Zugeständnisse

Die psychische Belastung, die viele Paare erlebt haben, bis zu dem Tag, an dem sie sich eingestehen, dass sie den Kampf um ein eigenes Kind verloren haben, ist oftmals enorm. Untersuchungen, Hormontherapien, künstliche Befruchtungen und immer wieder die enttäuschte Hoffnung, dass es dieses Mal geglückt sein könnte, haben über Jahre zu tiefen seelischen Wunden geführt. Diese Wunden heilen nicht von heute auf morgen. Man muss sich Zeit geben, um sich neue Ziele im Leben zu setzen. Wichtig ist dabei, dass Sie das Familienleben nicht über alle Maßen verherrlichen. Viele Eltern leiden darunter, durch die Kinder nur noch wenig Zeit für einander zu haben. Sehen Sie Ihre Kinderlosigkeit auch als Chance für Ihr Leben, als Freiheit. Fragen Sie sich, was Sie am besten mit dieser neuen Freiheit anfangen könnten.

Jeder trauert anders: Respekt ist gefragt

Wichtig für Ihre Partnerschaft ist vor allem, dass Sie viel miteinander reden und gegenseitige Vorwürfe unterlassen. Jeder geht mit so einer Situation anders um, der eine muss dies sehr nach außen tragen, der andere trauert lieber im Stillen für sich. Es gibt hier kein besser und schlechter. Gegenseitiger Respekt ist von großer Bedeutung.

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