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Seit dem Urknall ...

... gibt es keinen Stillstand. Alles dreht sich, bewegt sich, um sich selbst und miteinander und entwickelt sich weiter. Sogar heute noch lässt sich die Hintergrundstrahlung als Zeuge des Urknalls (was für eine Energiearbeit ...!) im Weltall messen. Die Energie, die von jedem Wesen ausgeht, ist fühlbar – in uns und anderen ...

Manche Menschen sind reine Energiebündel. Auf einem (Energie-)Level sind die, zwischen denen die Chemie stimmt. Mitunter sind wir so voller Glück, dass wir meinen, vor Liebe überfließen zu müssen. In stillen Augenblicken nehmen wir die Präsenz der Natur in jedem Grashalm, jedem Windhauch, jedem Sonnenstrahl wahr. Und selbst, wenn wir in tiefer Meditation mit dem ewigen, nondualen Urgrund verschmelzen, offenbart sich uns die Leere als Fülle und nicht als starrer, lebloser Zustand.

Energie in Fluss

Doch es kommt vor, dass wir uns vom Leben abgeschnitten fühlen, nur noch gegen den Strom schwimmen, das Gefühl für feine Schwingungen verloren haben. Und fragen uns: Wieso? Es ist doch alles mit allem verbunden? Warum bin ausgerechnet ich neben der Spur? Wir hadern mit dem, was uns die Existenz beschert. Mit dem zu fließen was ist, kann auch sehr unangenehm sein. Der Urknall hat die Dualität geboren – sie mit der Materie in diesen Kosmos hinausgeschleudert und unserer Dasein mit Licht und Schatten erfüllt.

Ein Herz fängt im Mutterleib an zu schlagen und es bleibt irgendwann stehen. Wir wissen nicht, wie das passiert. Wer ist der Taktgeber, wer hat – wie beim Urknall – den Funken entzündet, wer wird ihn zum Erlöschen bringen? Wo waren wir vor unserer Geburt, wohin gehen wir nach unserem Tod? Was war vor dem Urknall? Was wird passieren, wenn sich das Universum weiter mit immer größer werdender Geschwindigkeit ausdehnt?

Freier Wille oder Hingabe an das was ist?

Energie hat seine eigenen Gesetze. Mal sind wir im Einklang, mal weniger. Doch, lässt sich der Energiefluss beeinflussen? Womit wir bei der Frage wären, ob wir über einen freien Willen verfügen oder bereits alles vorbestimmt ist? Hier scheiden sich die Geister. Zumindest gibt es unterschiedliche Ansichten. Von den Neo-Darwinisten, die natürliche Selektion und zufällige Mutation als ursächlich für eine (gewisse) Entwicklung der Materie ansehen, bis hin zu den Integralisten, die spirituelle und naturwissenschaftliche Theorien zu einem umfassenden Bild der Evolution vereinen, das Materie und Bewusstsein berücksichtigt. Bekannte Integralisten sind z.B. Allan Combs, Don Beck und Ken Wilber. Wilber sagt, die Evolution "hat also eine ihr innewohnende Ausrichtung, einen geheimen Impuls in Richtung einer Vermehrung der Tiefe, des inneren Wertes und des Bewusstseins." (Siehe hierzu auch unter Themen / Kreativer Impuls). Dieser Impuls scheint seit dem Urknall wegweisend zu sein. Für jegliche Form von Energie. Innerhalb jeglicher Form von Energie. Also auch in uns Menschen. In Körper und Geist. Unaufhörlich. Und die Reise geht weiter ...

Zukunft nach Plan?

Hingabe

Ist diese Energie, deren Entwicklungsdrang sich in Bewusstsein und Materie gleichermaßen ausdrückt, so prägend, dass wir den freien Willen als Illusion entlarven müssen? Und, wenn man nicht gegen den Strom schwimmen möchte, "es daher kein wie auch immer geartetes Verlangen nach einer Veränderung dessen 'Was-Ist' gibt", wie Ramesh S. Balseker, ein bekannter Vertreter des Advaita (Lehre der Nicht-Dualität), in seinem Buch "Die eine Wahrheit" formuliert? Oder ist diese Energie der Impuls des Urknalls, der Existenz, Gottes (oder welchen Namen wir auch dafür wählen), der uns dazu bewegt, selbst bewusst zum Evolutionsprozess beizutragen und voller Energie höhere Bewusstseinstufen zu erklimmen? (Hier kommt wieder Ken Wilbers Integraler Ansatz zum Einsatz).

Was können wir tun? Spüren wir in uns hinein, wie sich das Leben evolutionär durch uns in der Welt ausdrücken und unsere essentiellen Qualitäten fördern möchte. Lassen wir uns einerseits vertrauensvoll und mit wachen Sinnen im Fluss des Lebens treiben – und tragen wir andererseits aktiv zum Vorankommen bei. Hier und Jetzt. Und Morgen. Vielleicht bis zum nächsten Urknall ...?

tg

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