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Leaky-Gut-Syndrom – der durchlässige Darm

Ursprünglich aßen die Menschen nur wenig Schaf- und Ziegenmilchprodukte, die weniger Kasein enthalten als Kuhmilch. Heutzutage wird Kuhmilch massenhaft verzehrt. Auch das Getreide ähnelt nicht mehr dem ursprünglichen Wildgras, es wurde gezüchtet und gentechnisch verändert, so dass inzwischen der Weizen mindestens 50% Gluten enthält, um besser verarbeitet werden zu können. Vor 50 Jahren waren es nur 5% ...

Die Proteine dieser Lebensmittel werden von immer mehr Menschen nicht gut vertragen, können zum Leaky-Gut-Syndrom (durchlässiger Darm), Migräne, Entzündungen, Gelenkschmerzen, Depressionen und Haut- und Atemwegserkrankungen führen.

Normalerweise sind die Darmwandzellen abgedichtet, aber beim Leaky-Gut-Syndrom entstehen Lücken, die unverdaute Nahrung und Bakterien durchlassen, die dann in die Blutbahn gelangen.

Das Leaky-Gut-Syndrom macht sich anfangs durch diffuse Beschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, Abgeschlagenheit oder durch häufige Infekte oder auch Autoimmun-
erkrankungen bemerkbar. Vorhandene Allergien können sich verstärken.

Man kann das Leaky-Gut-Syndrom durch Blut- oder Stuhluntersuchung nachweisen.

Die Ernährung spielt hier eine große Rolle. Getreide hin und wieder gegessen, mag für den Körper verkraftbar sein, aber vor allem das Gliadin im Weizen ist für den Körper schädigend. Das Protein lässt die Lücken in der Darmbarriere entstehen. Botenstoffe im Getreide lassen das Immunsystem überreagieren, es wird eine Entzündung signalisiert, die gar nicht vorhanden ist. Die Botenstoffe sind eigentlich dafür da, um die Pflanzen vor Fressfeinden zu schützen.

Auch Antibiotika und Pflanzenschutzmittel sind mitverantwortlich für ein Leaky-Gut-Syndrom. "Gute" Darmbakterien werden zerstört und der Darm funktioniert nicht mehr richtig.

Ausserdem wirken die Proteine von Milch und Weizen in unserem Körper als Suchtstoffe, die müde machen, Hungergefühle auslösen und für Übergewicht sorgen. Versuchen Sie doch mal einige Tage darauf zu verzichten. Sie werden merken, welche Entzugserscheinungen entstehen – Nebel im Kopf, Müdigkeit, emotionale Verstimmungen.

Welche Ernährung für Sie gesund ist, können Sie anhand einer stoffwechselbasierten Untersuchung feststellen lassen.                                                        

Traudel Wolf, Heilpraktikerin, Neustadt