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Alles, was Odem hat, lebe ...

Aaaaaaaateeeeemmmmmmmmmm, wenn man die erste Silbe einatmet und die zweite Silbe ausatmet, dann kann man verstehen, wie Worte in unserer Sprache entstanden sind ...

Vielleicht ist das eine völlig neue Sichtweise für Sie, aber es lohnt sich, einmal oder besser mehrmals nachzuspüren. Dann wird einem bewusst, was sonst ganz unbewusst geschieht.

Achtet man nicht darauf, atmet es einen – das ist das, was uns am Leben erhält.

Viel zu schade, wenn man es nicht ab und zu ganz bewusst geschehen lässt und den Fluss der Luft in den Körper fühlt, genießt und davon erfüllt wird.
Als ich über das Thema nachdachte, fiel mir spontan ein alter Song der Hollies ein – der Text ist von Albert Hammond: „All I need is the air that I breathe“. Wenn man etwas Englisch kann, dann fällt einem auf, dass das Wort „breathe“ (gesprochen: „briiieees“) auch wieder so ein langes Ausatmen hervorruft. Es handelt sich zwar bei dem Song um ein Liebeslied, aber der Text „alles, was ich brauche ist die Luft, die ich atme“, ist so vielsagend wie viele andere Redensarten, z.B. „er/sie/es nimmt mir die Luft zum Atmen“ für Situationen, in denen man sich eingeengt fühlt.

Atem – ein ungeachtetes Irgendwas von lebensnotwendiger Wichtigkeit – verdient es besonders gehütet und beachtet zu werden.

Alles in uns ist von unserem Atem abhängig. Ohne zu essen lebt man eindeutig länger, als ohne zu atmen. Deshalb ist neben ordentlicher Ernährung das, was ich atme, noch wichtiger. Eines der wichtigsten Heilmittel der Natur ist die Versorgung aller Zellen mit reinem Sauerstoff. Den kann man am einfachsten draußen in klarer Luft zu sich nehmen. Das reicht bei einem gesunden Leben meist vollkommen aus. Bei anstehenden Krankheiten kann jedoch das erste Mittel der Wahl eine Behandlung mit reinem Sauerstoff sein, denn die Luft hat nur max. 25 % reinen Sauerstoff, von dem die Lungen wiederum nur 5 % aufnehmen. Das ist wenig, reicht aber für ein normales Leben aus.

Viele Krankheiten, besonders die chronischen, schweren, sind meist Sauerstoffmangelerscheinungen der Zellen. So entstehen Krebszellen z.B. durch die Wandlung vom Sauerstoffstoffwechsel in Gärungsstoffwechsel.

Manfred von Ardenne hat seinen Nobelpreis für die Erkenntnis bekommen, dass Gärungsstoffwechsel durch die Gabe von hochkonzentriertem Sauerstoff wieder rückgängig zu machen ist. Die alten Krebsärzte des letzten Jahrhunderts haben überwiegend mit dieser Erkenntnis gearbeitet und das recht erfolgreich. Auch heute noch ist die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne, die Inhalation mit ionisiertem Sauerstoff, eine Königsdisziplin bei vielen chronischen Erkrankungen.
Es stimmt ... „all I need is the air that I breathe ...“

Kristina König, HP, Bielefeld