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Selbst-Motivation: Die Grenzen der Komfortzone durchbrechen!

Motivation ist der Schlüssel für jede Veränderung – da sind wir uns schnell einig. Unternehmen geben viel Geld für die Motivation ihrer Mitarbeiter aus. Motivation sichert Gewinn und Fortschritt – und das nicht nur in der Welt der Businesspläne und Quartalszahlen. Motivation fängt ganz klein und mitten in unserem Leben an ...

Fragen wir uns einmal: "Lebe ich gerade das Leben, das ich leben möchte?" – Und nun bitte: Alle Filter im Kopf und Selbstverbote im Herzen ausschalten und fragen: "Erlaube ich mir gerade, das Leben zu leben, das ich leben möchte?" Bitte spüren Sie nun einmal in Ihren Körper hinein und spüren, wie Ihr Körper auf diese Frage reagiert, bzw. welche Antwort er Ihnen gibt (stellen sich Gefühle von Freiheit und Leichtigkeit ein, oder fühlen Sie Unruhe, Druck und Kälte?). Wir kennen die letzten Drei nur zu gut … sie lassen sich in einem folgenschweren Begriff zusammenfassen: Angst. In der psychologischen Evolution eigentlich als wirksamer Schutz für das Individuum gedacht, erschaffen wir uns unseren Angstbegriff in frühen Kindertagen als einen guten Freund/eine gute Freundin, um uns in überfordernden Lebenslagen zu schützen. Wir schließen umso engere Schutzverträge mit unserer Angst, umso mehr das Urvertrauen, mit dem der kleine Mensch, als der wir einmal inkarnierten, umso mehr die universelle Liebe in unserem Kinderherzen in den frühen Lebensjahren enttäuscht wurde. Dann entstehen unwahre Annahmen über unser Leben wie: "Liebe ist Leiden", "Beziehung ist stets Kompromiss", "das Leben ist schwer und gefährlich – also mach dein Herz besser nicht auf", "halt fest, was du hast – denn hast du was (und sei es eine vermeintlich unumstößliche Lebenseinstellung), dann bist du was", usw. So beginnen wir, uns wie eine Kuhherde im anscheinend sicher durch Regeln und unwahre Glaubenssätze umzäunten Terrain unseres Alltags zu bewegen (ich nenne es hier: unsere "Komfortzone") … Jahr um Jahr.

Unzufriedenheit ertragen wir dabei aus Angst vor der kurzen, schmerzhaften Berührung mit dem Weidezaun, wenn wir unseren Grenzen zu nahe kommen. Und eines Tages werden die Kühe ein einziges Mal herausgeführt – zum Schlachten. Nie haben sie erfahren, welche Weiten sich nach einer kurzen, schmerzhaften Berührung mit dem Weidezaun aufgetan hätten, wenn sie sich getraut hätten, diesen zu durchbrechen und die Komfortzone zu verlassen.

Selbst-Motivation heißt: Machen Sie es anders! Lieben Sie! Erlauben Sie anderen, Sie zu lieben! Erkennen Sie unwahre Glaubenssätze und erlösen Sie unfrei machende Verstrickungen in Ihrem Leben. Trauen Sie sich – die ganzheitliche Psychotherapie und Transformationstherapie verfügt über hochwirksame Werkzeuge und Arbeitstechniken, die Sie unterstützen, wenn Sie den Ausbruch aus der Komfortzone wagen möchten.

Stefan Brandt, Dipl. Pädagoge, Supervisor (DGSv), Systemischer Einzel- und Paartherapeut