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Radikale Güte

Seit über 25 Jahren begleite und unterstütze ich mit meiner Arbeit Menschen, die sich mehr innere Stabilität und Fülle, tiefe Begegnung und neue Lebensperspektiven wünschen – einschließlich mir selbst! "Wirklich ist, was wirkt", so sagte es C.G. Jung ...

Für alles, was ich lehre und weitergebe, hatte ich einmal eine innere Notwendigkeit, es zu erforschen – ich werde immer wieder selbst vom Leben mit allen Wassern gewaschen und lerne ständig dazu – auf angenehme und auch auf schmerzliche Weise.

Was heilt, ist Akzeptanz, innere Anwesenheit und die Erkenntnis, dass es "perfekt" in der Natur nicht gibt. Je älter ich werde, desto mehr vertraue ich in eine Haltung, die ich „radikale Güte“ nenne: mich selbst dort, wo ich innerlich und äußerlich gerade bin, so sehr ich kann wirklich zu sehen – mit Respekt vor dem Leiden und den Schwierigkeiten, die das Menschsein unentwegt hervorbringt. In der Einzelarbeit und in den Seminaren erlebe ich damit  berührende und nährende Momente: Wenn Vertrauen erneut Wurzeln schlägt und ein Mensch sich öffnen kann. Wenn Schmerz einfach da sein und gespürt werden darf. Wenn – mit Lachen und Weinen zugleich – Erkenntnisse auftauchen und Verbindung spürbar wird – nach innen, zum Selbst und nach außen, zu den anderen, zur Natur, zum gegenwärtigen Moment. Ich liebe diesen Aspekt meiner Arbeit. Vor allem die Entwicklung einer neuen Qualität von Selbstliebe kann einer Neugeburt des eigenen Wesens gleichen! Dann sehe ich mich am ehesten wie eine Hebamme – ich habe das neue Leben nicht in der Tasche – und auch keine Patentlösungen – aber sehr viel Erfahrung, Präsenz, Unerschrockenheit und tiefen Respekt vor dem Leben selbst und der Art, wie es in jedem Menschen unterschiedlich wirkt, heilt und Wachstum hervorruft!

Es macht mir Freude, Brücken zu bauen. Zwischen Medizin, Psychologie, Theologie und alternativen Heilmethoden aus dem Tantrayoga, der integrativen Körperarbeit, der Ökotherapie, dem Schamanismus und der integralen Bewusstseinsforschung.

In meiner Arbeit verbindet sich, was ohnehin verbunden ist: der Körper mit seinen natürlichen Impulsen, die psychologischen Erfahrungen und Selbstbilder, die gedanklichen Konzepte und nicht zuletzt auch spirituelle Erfahrungen. Immer geht es darum, den Moment zu erforschen und all die Zutaten, die das Leben in diesem Augenblick für mich bereithält, für die nächsten Schritte zu nutzen. Immer brauchen wir dafür Mitgefühl und Freundlichkeit mit uns selbst. Das komplizierteste Yoga ist die Selbstliebe – das ist meine Passion!

Antje Uffmann, HP (Psych.), Bielefeld