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Frust am Arbeitsplatz: ein Jobwechsel bringt neue Perspektiven

Viele Menschen träumen davon, ausgetretene Bahnen zu verlassen und sich neu zu orientieren. Doch etwas ganz anderes zu machen und der eigenen Karriere neuen Schwung zu verleihen, erfordert Mut. Spätestens wenn der Arbeitsalltag zur Belastung wird, ist es dringend ratsam über neue Perspektiven nachzudenken ...

Aktuellen Berufseinsteigern ist schon vor dem ersten Job bewusst, dass ihr erster Arbeitgeber sie nicht ihr komplettes Berufsleben hindurch begleiten wird. Ältere Arbeitnehmer hingegen tun sich bei dem Gedanken an einen Jobwechsel schwerer. Dabei gehört der Schritt, in eine andere Abteilung zu wechseln, eine neue Firma oder ein fremdes Berufsfeld zu wählen, längst zum Alltag. Im Vergleich zu früher zeigt sich der Arbeitsmarkt wesentlich flexibler. Personalangestellte haben sich daran gewöhnt, dass Arbeitsverhältnisse kürzer werden und Arbeitnehmer häufiger die Stelle wechseln.

Genaue Analyse der Ausgangslage gibt Entscheidungshilfe

Dennoch gilt es, vor einer beruflichen Veränderung die Chancen und Risiken abzuwägen. Hier kann eine gründliche Analyse der Ausgangsposition helfen Veränderungsmöglichkeiten ausfindig zu machen. Arbeitnehmer sollten sich fragen, wie zufrieden Sie mit dem derzeitigen Tätigkeitsfeld sind, inwieweit der ausgeübte Beruf sie fordert und fördert und welche Möglichkeiten zur Weiterbildung geboten werden. Die Aufstiegschancen der eigenen Position sind auch mit einzubeziehen. Weitere Faktoren, die in die Überlegung eingehen sollten, sind das Gehalt, das kollegiale Umfeld, die Wirtschaftlichkeit des derzeitigen Arbeitgebers und die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Finden sich auf diese Fragen keine befriedigenden Antworten, sollten Arbeitnehmer störende Punkte gegenüber Vorgesetzten ansprechen und nach Lösungswegen suchen.

Gleiche Branche oder Praktikum in neuen Bereichen?

Wenn das klärende Gespräch mit dem Chef jedoch keine neuen Zukunftsperspektiven verspricht, ist ein Wechsel des Arbeitsplatzes unumgänglich. Dabei empfiehlt sich eine strategische Vorgehensweise. Wer einen Jobwechsel plant, sollte sich im ersten Schritt überlegen, wo er in fünf bis zehn Jahren stehen möchte, welche Arbeitsbereiche, Tätigkeiten und Unternehmen mit dem derzeitigen Lebenslauf infrage kommen und ob eventuell ein Wohnortwechsel möglich ist. Im zweiten Schritt gilt es, sich in der Tagespresse und auf Online-Portalen einen Überblick über das derzeitige Jobangebot zu verschaffen. Sollten Arbeitnehmer einen Jobwechsel in eine gänzlich fremde Branche erwägen, kann zudem eine Umschulung oder eine anfängliche Praktikumszeit infrage kommen. So ist es möglich, berufsspezifisches Fachwissen zu erwerben und eigene Präferenzen zu klären.

ch