Zeitenwende / Hörenswert / Heinermann, Paul / Oases

Heinermann, Paul / Oases

Oases

Mit dem Album "Oases" stellt der niederländische Komponist und Musikproduzent sein drittes Album vor, nachdem er sich mit „Ancient World“ (1997) und "Private Sun" (2001) einen Namen in der Musikwelt gemacht hat.

Dabei geht der Mann aus Rotterdam, der zu international renommierten Größen der Ambient-Szene gehört, nach bewährtem Muster vor: Harmonische Klangflächen werden mit Samples aus allen Teilen der Welt angereichert und von entspannten digitalen Schlagzeug-Grooves getragen. Die Samples, seien es aus dem islamischen Sprachraum oder gregorianische Choräle, sollen, so der Komponist, "die Hörer dazu inspirieren, auf der Welt friedlich zusammenzuleben". Ein frommer Wunsch, auch wenn berechtigte Zweifel erlaubt sind, dass gerade diese Produktion, die als "Klangkunstwerk" vorgestellt wird, dazu beitragen kann.

Kurzum: Der Holländer präsentiert eine unkomplizierte, angenehm zu hörende CD, aber das Rad hat er nicht neu erfunden.

Katja Metz