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Habecker, Michael u. Feichtinger, Thomas: Innenleben

"Das Anliegen dieses Buches ist es, Einladungen auszusprechen zum Erfühlen des eigenen ICH BIN in allen seinen Aspekten ..."

Die Frage "Wer bin ich?" führt bei der Innenschau zu unserem wahren Selbst, unserem Seinsgrund, der als Leere und/oder Fülle erscheint und uns erkennen lässt, das alles mit allem verbunden ist. Erleuchtung wird u.a. als das bewusste "dauerhafte" Einnehmen kausaler/nondualer Zustände definiert, und es wird darauf hingewiesen, dass wahres Handeln nur aus dem Absoluten heraus entstehen könne. Im Gegensatz dazu wird die manifeste Welt als eine Illusion erachtet. Der Integrale Ansatz von Ken Wilber hat den Begriff Erleuchtung erweitert und neu definiert, denn Bewusstsein entwickelt sich „vertikal“ in der Dualität, der manifesten Welt, und wird sich dabei immer mehr seiner selbst bewusst. Tiefe "horizontale" Zustandserfahrungen ziehen nicht zwangsläufig "richtige" Interpretationen und Handlungsweisen nach sich. Die Autoren von „Innenleben“ berücksichtigen diesen wichtigen Zusammenhang. Mit Übungen, Assoziationsfeldern, bildlichen Darstellungen und erläuternden Beschreibungen ermutigen sie die LeserInnen zur Erforschung ihrer inneren Dimensionen. Perspektiven aus den drei Hauptaspekten der Wahrnehmung – Phänomene/Inhalte, Strukturen, Dynamiken – werden trainiert. Es wird deutlich, dass unsere Sicht der Realität sehr subjektiv ist und von Mustern, Projektionen und Verzerrungen bestimmt wird, die es gilt, zu spüren und zu verstehen.

Es reicht nicht aus zu meditieren. Wir sollten neben dem Inne-Halten in der Totalität des Augenblicks auch den evolutionären Impuls in uns entdecken und fühlen. Und die paradoxen Folgen für unser Leben verstehen.

"Innenleben – Eine Entdeckungsreise" von Michael Habecker und Thomas Feichtinger, Phänomen Verlag, 208 Seiten.

tg