Zeitenwende / Erlesenes / Roman / Wray, John: Das Geheimis der verlorenen Zeit

Wray, John: Das Geheimis der verlorenen Zeit

"Ich schreibe, um dich zu mir zurückzuholen, Mrs. Haven. das kann ich nicht leugnen. Ich will erneut ins Kontinuum, wenn auch nur, weil es der Ort ist – oder das Feld oder der Zustand –, in dem du existierst ..."

Der junge Waldemar Tolliver sitzt in der Bibliothek des vollgemüllten New Yorker Apartements seiner verstorbenen Tanten Enzian und Gentian. Er weiß nicht mehr, wie er dort hingekommen ist, aus unerklärlichen Gründen steht die Zeit für ihn still, und er spürt, er ist nicht allein. Es gibt nur einen Weg, um Mrs. Haven, die Frau des mächtigen und skrupellosen „First Listeners“ der Kirche der Synchronologie, die Frau, mit der ihn eine tragische Liebe verbindet, zu erreichen: er muss in die „normale“ Welt zurückkehren. Und dazu seine Familiengeschichte erforschen, aufschreiben und seinen Platz darin verstehen. Beginnend bei seinem Urgroßvater Ottokar, einem Gurkenfabrikanten und Hobbyphysiker, der just, als er dem Geheimnis der Zeit – und der Zeitreise – auf die Spur gekommen war, von einem Auto überrollt wurde.

"Das Geheimnis der verlorenen Zeit" ist ein wunderbarer, witziger, berührender Roman, der Wissenschaft, Philosophie, Zeitgeschichte und Science-Fiction geschickt miteinander verwebt. Und es schafft, 734 Seiten anspruchsvolle Unterhaltung zu bieten!

"Das Geheimnis der verlorenen Zeit" von John Wray, Rowohlt Verlag, 734 Seiten.

tg