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Canavan, Trudi: Die Begabte

"Tyen starrte auf die Worte. Ein Frösteln überlief ihn, doch gleichzeitig verspürte er einen vertrauten Kitzel. Magie konnte bisweilen verstörend sein. Sie war oft unerklärlich. Es gefiel ihm, dass nicht alles an ihr verstanden wurde. Das ließ Raum für neue Entdeckungen ..."

Bei einer Exkursion entdeckt der junge Archäologie- und Zaubereistudent Tyen in einer Höhle ein geheimnisvolles Buch. Bei Berührung füllen sich die leeren Seiten mit Text – das Buch nimmt Kontakt mit Tyen auf, liest seine Gedanken und stellt sich als Pergama vor, eine verzauberte Frau, die bereits viele Welten gesehen hat. Sie erklärt ihm: "Ich kann dich lehren, wie du zwischen ihnen hin und her reisen kannst, falls du die Stärke besitzt ..."

An einem anderen Ort, Fyre, lebt die Außenseiterin Rielle, Tochter eines Färbers. Sie fühlt sich zur Malerei hingezogen und kann "Schwärze" sehen, die immer dann entsteht, wenn viel Magie erzeugt wird. Magie, die nur ein Priester benutzen darf. Wer dies dennoch tut, ist ein "Befleckter" und wird verfolgt. Rielle ist sehr magiebegabt. Doch will sie den Zorn der Engel auf sich ziehen? "Sie hatte sich einst danach gesehnt, Priester zu werden, und es für ungerecht gehalten, dass Frauen diese Rolle verwehrt war, aber der Wunsch hatte sich verflüchtigt. Das Leben hatte andere Reize. Liebe. Kinder. Malerei."

"Die Begabte" ist der erste Teil einer neuen Fantasy-Trilogie der australischen Autorin Trudi Canavan, von deren Büchern bislang allein im deutschsprachigen Raum mehr als 2,5 Millionen Exemplare verkauft wurden. In ihren Romanen spielen junge Heldinnen und Helden die Hauptrolle. Wie das Bettlermädchen Sonea in der Reihe "Die Gilde der schwarzen Magier". Oder Auraya, die auserwählt ist, eine Pristerin der Weißen zu werden, in der Trilogie "Das Zeitalter der Fünf".

"Die Begabte", Band 1 der Trilogie „Die Magie der tausend Welten“ von Trudi Canavan, Fantasy, Penhaligon Verlag, 672 Seiten.  

tg