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Auster, Paul: Mann im Dunkel

"Allein im Dunkel wälze ich die Welt in meinem Kopf, durchlebe den nächsten Kampf mit meiner Schlaflosigkeit ..."

Um nicht an die Dinge zu denken, die er lieber vergessen würde, ersinnt der zweiundsiebzigjährige August Brill während der Nacht Geschichten – "Kriegsgeschichten. Kaum verlässt man für einen Augenblick seine Deckung, fallen sie über einen her, eine nach der anderen ..." So vermischen sich Realität und Fiktion: "Es gibt viele Wirklichkeiten. Es gibt nicht nur diese Welt. Es gibt viele Welten, und sie alle existieren nebeneinander, Welten und Antiwelten, Welten und Schattenwelten ..."

Es sind seine Tochter Miriam und die Enkelin Katya, beide selbst an gebrochenem Herzen leidend, die ihm Lebensmut geben, denn "die wunderliche Welt dreht sich weiter."

Eine glänzend erzählte, dunkle, bittere Geschichte, die sich um die Themen Krieg, Alter, Verlust, Leid und Liebe dreht.

"Mann im Dunkel" von Paul Auster, Rowohlt Verlag, 220 Seiten.

Weitere empfehlenswerte Romane von Auster: "Das Buch der Illusionen", "Mond über Manhattan" und sein wohl bekanntestes Werk "Die New York-Trilogie".

tg