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Kochen mit Seele – Oder: Better-Aging mit Good Food

Beim Frühstück befasse ich mich ungern bereits mit dem Mittagessen. Ich gehe auch erst einkaufen, wenn der Kühlschrank vor Leere gähnt und der Magen vor Hunger knurrt. Außerdem verstehe ich nicht, was die Leute an Kochshows so prickelnd finden. Nun ja, auch nicht jeder, der am Bildschirm die großen Feste der Volksmusik mitfeiert, kann singen, geschweige denn jodeln ...

Doch zurück zum eigentlichen Thema. Die Herbstvorschauen der Buchverlage liegen neben meinem Müsliteller. Kochbücher für spirituelle, gesundheitsbewusste Menschen sind angesagt. Obwohl ich gerade satt bin, schaue ich nach vorn. Schön, dass wieder Jung und Alt an den Herd zurückfinden. Auch wenn die Starkochs Tim, Horst, Jamie oder Johann heißen, zu Hause führt immer noch die Frau (zumindest auf den Buchcovern) das friedliche Küchenregiment: Entweder „Mama kocht“ oder es kommen, etwas altbacken, "Die Schätze aus Omas Backbuch" auf den Tisch. Ich bin gespannt, wie es schmeckt, wenn "Schweizer Bäuerinnen kochen". Früh übt sich ...: "Kinder, kocht!" Hier etwas für Männer: "Schneller als der Lieferservice", superfix und superlecker. Bei schlechtem Wetter, schlechter Laune: "Suppen, die glücklich machen" oder "Ein süßes Stück vom Glück" und vom Blech – Strudel, Kuchen, Mehlspeisen. "Buttenmost und Ochsenschwanz" und "Geliebter Gugelhupf" klingen weniger nach moderner Ernährungsforschung.

Auf die Gesundheit: "Ein ganz besonderer Saft-Urin". Na dann Prost! "Gabel statt Skalpell – Das Vegan-Kochbuch". Einschüchtern gilt nicht! Da lob ich mir wohlklingende englische Titel fürs "Better-Aging" dank "Green Cooking", wie "Soul Food", "Zen Food", "Smoothie fit" und "Raw & Simple". Ja, ich will den "ganzheitlichen Weg zu Wunschgewicht und dauerhaftem Körperglück" gehen. Wünsche mir "achtsamen Genuss", "Rezepte, die die Seele streicheln", "Wildes Grün" und "Vitalstoff-Cocktails für Wohlbefinden und Idealgewicht – ein Leben lang".

Jetzt ist mir erstmal nach Fasten. Wenn ich wieder Appetit bekomme, bestelle ich vielleicht das eine oder andere Kochbuch. Für die Mama, die Oma, die Kinder ...

tg