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Winter an der Ostsee

Wann und wo findet man/frau das noch: Einsame, stille Strände, ohne Strandkörbe, Strandburgen, Sonnenanbeter, Surfer, Eisverkäufer, Hüpfburg, Beachparty und Beachfood? Im Winter an der Ostsee ...

Ostseestrand im Winter

Ein Spiel der Farben und des Lichts. Schwarz, grau, blau, golden der Himmel, darunter das glitzernde Meer, das Himmelsgewölbe in allen nur erdenklichen Facetten spiegelnd. Gleichmäßiger Wellenschlag schwemmt klickernd und klackernd Kieselsteine und Muscheln an den Strand, der unter der frischen Schneedecke träumt. Hier und da schaut ein rötlich-brauner Felsblock hervor, sind verwitterte Holzpfähle zu sehen. Der Wind ist mild, unten im Schutz des sandfarbenen, mit Pulverschnee bestäubten Steilufers, an das sich Sanddorn- und Schlehdornhecken klammern und auf dessen Kamm sich die Buchen waghalsig bis an den schroffen Rand heran drängen.

Ostsee Steilufer

Möwen jagen kreischend vorbei, ansonsten ist es still. Nur das sanfte, rhythmische Rauschen der Wellen und das Knistern der Schritte im Schnee. Winter am Meer. Winter an der Ostsee. Ein ungewöhnliches Erlebnis. Der Weg führt steil die Abbruchkante hinauf in den Wald. Hier und da weht eine kalte Brise über die Zweige und lässt die Luft silberweiß aufflimmern. Zwischen den hohen, schlanken, bestimmt 30 Meter hohen Buchen ab und zu Kiefern und Tannen, die noch dunkelgrüne Nadeln tragen, und eine knorrige Eiche mit mächtigem Stamm, deren Äste sich in faszinierenden, verzwirbelten Formen hinaufstrecken. Ein Scherenschnitt winterlicher Unbestechlichkeit.

Dann kommen verschneite Felder, der Blick öffnet sich zu allen Seiten in die Ferne. Am Horizont verschmelzen Meer und Firmament. Der Abendstern zeigt sich in seiner strahlenden, ruhigen Pracht. Das Licht zieht sich nun fast ganz zurück und nimmt die Farben mit sich.

Ostsee Blick vom Steilufer
Ostsee
Ostsee Felder und Tannen

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