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Paris – Stadtbummel für Kurzurlauber

Ein Tag in Paris: Das heisst, konsequent nur das zu machen, was man machen möchte. Zum Beispiel einen Stadtbummel von der "Opéra National" bis zum "Moulin Rouge". Hier unsere Tipps für Kurzurlauber ...

"Savoir vivre"- das Zitat stammt nicht zufällig aus Frankreich. Paris ist die Hauptstadt der Lebenskunst. Und das Beste: Sie lässt sich problemlos zu Fuß erkunden – wer mag, kombiniert das Ganze mit Métro oder Bus.

In der Seine-Metropole mit seinen elf Millionen Einwohnern – soviel wie Berlin, Hamburg, München, Wien und Zürich zusammen – wird Multikulti wirklich gelebt. Wie das aussieht und wie es sich anhört, erlebt man hautnah in der Métro. In der U-Bahn werden alle Sprachen der Welt gesprochen, hier sitzen und stehen alle Hautfarben eng beieinander.

Ein guter Ausgangspunkt für einen Stadtspaziergang ist die opulente "Opéra National de Paris". Die Außenfassade des 1875 vollendeten Gebäudes wurde erst vor wenigen Jahren renoviert und neu vergoldet. Innen ist das Haus ebenso prächtig: Marc Chagall malte die gesamte Decke des Zuschauerraumes aus. Das große Foyer ist mit Mosaiken und goldenen Leuchtern so luxuriös ausgestattet, dass es schon mit Versailles verglichen wurde.

Galerie Lafayette

Ebenfalls luxuriös ist das gegenüberliegende Kaufhaus "Galeries Lafayette". Es zählt zu den größten seiner Bauart. Die beeindruckende, bunt schillernde Glaskuppel ist zugleich Baumonument und Denkmal. Unter ihr sind alle bekannten Mode- und Parfümhersteller vertreten – von Dior und Chanel bis zu Gaultier.

"Louvre" oder "Centre Pompidou"? Das heißt, der Kurzbesucher wird sich wohl entscheiden müssen zwischen Moderner Kunst und Mona Lisa. Das Centre Pompidou besitzt eine hervorragende Sammlung der Kunst des 20. Jahrhunderts. Wer das Museum besucht, hat zudem einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt vom Dach des Centres.

Wer alte Klassiker und griechische Statuen mag, pilgert in den früheren Königspalast "Palais du Louvre". Im Innenhof gibt es vor dem Haupteingang zum Museum gleich die weltberühmte Glaspyramide des Stararchitekten I. M. Pei zu bewundern. Wer allerdings nur schnell einen Blick auf Leonardo da Vincis "Mona Lisa" erhaschen will, versäumt die restlichen 47.000 Quadratmeter voll wunderbarer Kunst.

Wer sich für den Louvre entschieden hat, wird auch über "Pont Neuf", die bekannteste Brücke von Paris aus dem Jahr 1607, gehen. Pont Neuf bedeutet übersetzt "neue Brücke", ist aber die älteste Brücke in Paris. Diese Brücke, die über die Seine Insel "Ile de la Cité" führt, gehört auch heute noch zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Paris ohne das legendäre "Café de Flore"? Undenkbar. Hier wurde der Surrealismus geboren und der Existentialismus erfunden. Es war nicht nur das Stammcafé von Sartre und De Beauvoir, im Flore (und im Les Deux Magots gegenüber) trafen sie sich alle - die Pariser Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Die Pariser gehen zum Frühstücken in die erste Etage und überlassen den Touristen die Terrasse. Ein idealer Platz, um das Treiben auf dem Boulevard Saint Germain zu beobachten.

Bei weitem nicht so groß wie die Opéra National de Paris, aber vielleicht sogar noch bekannter, ist ein anderes Pariser Theater, dessen Dach eine roten Mühle ziert, das "Moulin Rouge". Das Moulin Rouge in Paris am "Montmartre" wurde vor allem bekannt durch einen Tanz und dessen Tänzerinnen, dem Cancan. Nach dem Theater rundet ein Blick von oben auf das romantisch funkelnde Pariser Stadtleben einen wunderschönen Tag ab. Natürlich vom bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, dem "Eiffelturm". Im Sommer ist dieser bis Mitternacht für Besucher geöffnet.

Plakate, Paris

Besucher merken schnell, dass man seinen Tag in Paris nicht zu voll packen sollte - denn die Stadt lädt immer wieder zum kurzen Verweilen ein in grünen Parks, romantischen Cafes oder zu einem Plausch mit den Malern am Ufer der "Seine". Doch wo auch immer es einen beim persönlichen Stadtbummel hinzieht, ob man nun die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen hat oder sich einfach hat durch die Stadt treiben lassen – eins ist sicher: ein Kurztrip in die französische Metropole mit ihrem charmanten "Savoir vivre" lohnt immer.

Anreise

Mit dem Flugzeug: Air France und Lufthansa fliegen mehrmals täglich den Flughafen Roissy-Charles de Gaulle an. Vom Flughafen gelangt man günstigsten mit dem Roissy-Bus ins Statzentrum (bis Ausstieg Lopera ca 7 Euro).

Mit der Bahn: Der neue TGV braucht nur noch dreieinhalb Stunden von Frankfurt am Main nach Paris.

Paris zu Fuß

Notre Dame

Wer möchte kann Paris auch (etappenweise) durchwandern. Die Ost-West-Route vom "Bois de Boulogne" bis zum "Bois de Vincennes" ist 19 km lang, die Nord-Süd-Tour vom "Parc Montsouris" zum "Parc de la Villette" 20 km. Die Wegbeschreibungen "Paris à pied" ist, nur auf Französisch, bei der Fédération Française de la Randonnée Pédestre, 14, rue Riquet (19 Arr.) erhältlich.

Infos unter Tel. 01 44 89 93 99

oder auf www.paris-zu-fuss.com

tr

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