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Müritz-Nationalpark

Hier bestehen Straßen noch aus Kopfsteinpflaster und Sand. Alte Ulmen, Linden oder Eichen stehen Spalier. Wiesen und Felder schmücken sich mit wilden Blumen. Auf den sandigen Böden der ausgedehnten Wälder fühlt sich vor allem die Kiefer heimisch. Und dann gibt es mehr als 100 Seen, die zu einem erfrischenden Bad einladen oder zu einer Bootstour ...

Ulmenallee

Der Müritz-Nationalpark liegt östlich vom größten See Norddeutschlands, der Müritz, und erstreckt sich von Waren bis hinter Neustrelitz. Auch wenn der Tourismus zunimmt, finden Erholungssuchende noch nahezu unberührte Natur und Stille – vor allem außerhalb der Ferien und Feiertage. Zu Fuß, mit dem Rad und natürlich per Kanu oder Kajak lässt sich der Nationalpark am besten erkunden.

Eine abwechslungsreiche Tagestour mit Kanu oder Kajak beginnt in Kratzeburg beim Kanuverleih Hecht (www.kanu-hecht.de) oder in Granzin bei Kormoran-Kanoutouring (http://www.kormoran-kanutouring.de/). Ausgestattet mit Karte, Schwimmwesten und einer wasserfesten Tonne für nicht wasserfeste Utensilien, geht es flussabwärts auf der bei Ankershagen entspringenden Havel über Käbelicksee, Granziner See, Pagelsee, Zotzensee, Jäthensee bis zum Abholpunkt in Blankenförde. Wer noch Elan hat, fährt ein Stück weiter zum Görtowsee und lässt sich durch einen „Urwald“ treiben. Ein Fernglas sollte immer griffbereit sein, denn See- und Fischadler ziehen über dem Wasser ihre Kreise.

Rapsfeld

An mehreren Orten im Müritz-Nationalpark stehen Schautafeln, die besonders schöne Rad- und Wanderwege ausweisen. Wer eine Digitalkamera dabei hat, macht sich ein Foto von der Strecke, denn meistens trifft man unterwegs keine Menschenseele. Dafür vielleicht Kraniche, die hier in Erlenbrüchen und sicheren Feuchtflächen brüten. In der zweiten Häflte des Oktobers ist das Trompeten dieses scheuen Vogels weithin zu hören, wenn mehrere tausend Kraniche im Nationalpark rasten, um sich für ihre Weiterreise in den Süden zu stärken. Vom Beobachtungsturm am Rederangsee sind sie dann gut zu beobachten.

tg